Immer wieder dieses leidige Thema. Wie kann ich abnehmen oder zumindest mein Gewicht halten? Und zwar ohne dass ich mich geißeln muss. Eins sei schon mal vorweg gesagt. Ohne Disziplin geht es nicht. Ab einem gewissen Alter verändert sich der Stoffwechsel. Frauen in den Wechseljahren wissen ein Lied davon zu singen. Die meisten Frauen beklagen dabei, dass der Bauchumfang stetig zunimmt. In der Tat ist es schwierig, vor allem angesammeltes Bauchfett wieder los zu werden.

Mir geht es in diesem Artikel nicht darum, den Kampf aufzunehmen, sondern sich dessen bewusst zu werden, was man eigentlich alles an “schlechten” Nahrungsmitteln in sich hineinschaufelt, ohne darüber nachzudenken.

Als Kind kannte ich das nicht. Wir hatten einen großen Garten, in dem Gemüse angebaut wurde. Im Sommer wurden Erbsen, Bohnen,Karotten, Kohlrabi, Kartoffeln und viele andere Gemüse geerntet. Im Herbst Kohl und Kürbis, nach dem ersten Frost Grünkohl. Für den Wintervorrat wurde gesorgt, indem “eingeweckt” wurde. Die Vorräte wurden im Vorratskeller gelagert. In unserem Garten befanden sich diverse Obstbäume und Sträucher. Äpfel, Pflaumen, Kirschen, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Holunderbeeren. Daraus wurde im Entsafter konzentrierter Saft erzeugt. Dieser diente ebenfalls als Wintervorrat.

Also alles natürliche Produkte aus eigener Herstellung.

Die Zutaten für die Mahlzeiten wurden nicht nur aus dem Garten entnommen. Dennoch gab es Essen der Saison. Im Sommer das Gemüse aus dem Garten, im Winter Kohl, Steckrüben und eingelagerte Kartoffeln. Fleisch bekam man in den 70er Jahren bereits im Supermarkt. Aber Fleisch wurde nicht in den Mengen konsumiert, die wir heute verzehren.

Natürlich habe ich mich als Kind über Süßigkeiten gefreut. Welches Kind tut das nicht? Ich konnte sogar eine große Tüte Haribo oder Katjes (whatever) “verdrücken”, ohne dass es Schaden nahm. Denn ich war als Kind ständig draußen und den ganzen Tag in Bewegung – außer ich musste in der Schule stillsitzen.

Nach der Pubertät ging es langsam los, dass sich kleine Sünden zunehmend auf meinen Hüften bemerkbar machte. Schon damals stellte ich den Konsum der Süßigkeiten weitgehend ein, und schwupps nahm ich sofort ab.

Auch nach der Geburt meiner beiden Kinder hatte ich immer noch eine gute Figur. Ja, Konfektionsgröße 36 nach der Geburt des ersten Kindes ist nicht selbstverständlich, oder?

Mit Mitte 40 kam ich relativ früh in die Wechseljahre. Und schon ging das Dilemma los. Plötzlich gewann ich immer mehr an Bauchumfang. Ich konnte mich drehen und wenden wie ich wollte. Der Bauch war da und ging auch nicht wieder weg. Selbst wenn ich 5 Kilo abnahm. Es blieb der Rettungsring.

Das Gewicht schwankte in den Jahren darauf – teilweise recht stark. Der Stoffwechsel verändert sich – ebenso die Hormone.

Doch wie kann ich abnehmen oder mein Gewicht halten, ohne dass ich hungern muss? Hungern ist nämlich das Schlimmste, was es gibt.

Ich finde es nicht tragisch, wenn der Magen einmal knurrt. Es ist ein Zeichen dafür, dass ich Essen zu mir nehmen sollte. Intuitives Essen ist EINE gute Methode. Ich versuche mich daran zu halten. Der Körper macht sich bemerkbar, wenn er Hunger hat.

Die Frage ist, welche Nahrungsmittel sind die richtigen? Also nicht nur den Hunger stillen, sondern vernünftig essen.

Ich habe festgestellt, dass Low Carb bei mir am besten funktioniert. Wenig Kohlenhydrate – viel Eiweiß.

Wie geht das? Kann man dabei auch auf Kartoffeln oder Reis verzichten? Diese Lebensmittel enthalten auch Kohlenhydrate. Ja, das geht sogar sehr gut. Wenn man Kohlenhydrate zu sich nimmt, sollten es gute Kohlenhydrate sein (eigentlich wollte ich einen Link auf eine Liste von guten und schlechten Kohlenhydraten setzen. Leider habe ich nur Werbelinks gefunden!). Also Kartoffeln und Reis (Vollkornreis) in geringen Mengen sind erlaubt.

Ein klassisches deftiges Essen ist Rouladen mit Rotkohl, Kartoffeln und Soße. Zugegeben, das schmeckt sehr lecker. Und das darf man auch essen. Es darf nur nicht ständig auf dem Speisenplan stehen. Gerade Soßen machen dick!

Pommes sind auch lecker – oder Burger. Das ist Fast Food. Geht auch mal zwischendurch. Es sollte aber die Ausnahme bleiben. Eine gute Alternative für Beilagen zu einem Gericht sind Couscous und Bulgur.

Wenn ich in einem Restaurant etwas bestelle, dann lasse ich Pommes meist weg. Reis und Nudeln esse ich nur in Maßen. Okay, manchmal verzehre ich ein bisschen viel Fleisch. Vielleicht sollte stattdessen mehr Fisch auf den Teller. Fisch enthält wertvolle Omega 3 Fettsäuren.

Überhaupt spielen die richtigen Fette eine wichtige Rolle in der Ernährung. Stichwort “ungesätigte Fettsäuren.”

Zum Frühstück esse ich meistens ein Müsli aus folgenden Zutaten:

Haferflocken, Buchweizenflocken, Basismüsli mit wenig Zucker, Kokosflocken, gepuffter Amaranth. Dazu Milch mit 1,5 % Fettanteil. Am Wochenende verzichte ich nicht gern auf Brötchen mit Käse. Statt der Weizenbrötchen wähle ich Dinkelbrötchen mit Körnern.

Ab und zu gibt es einen Döner oder ein Dürüm (im Bremen nennt sich das Rollo). Das ist ein Fladenbrot gefüllt mit Dönerfleisch und den üblichen Zutaten. Das Fladenbrot esse ich meistens nicht oder nur zu einem geringen Teil.

Doch, es gibt tatsächlich Nudeln mit Tomatensoße auf dem Speisenplan. Ich verwende dann Vollkornnudeln.

Wenn mich abends “Essgelüste” überkommen, greife ich gern zu Nüssen oder Mandeln.

So versuche ich, mich gesund zu ernähren und auf Fast Food zu verzichten. Es gelingt mir nicht immer. Ich bin schließlich auch nur ein Mensch.

Eines meiner Lieblings Low-Carb-Rezepte habe ich für Dich:

Hähnchengeschnetzeltes mit Pfannengemüse und Dip

Für 2 Personen benötigt man

400 g Geschnetzeltes von Hähnchen oder Pute (Vegetarier können stattdessen Pilze verwenden)

2 große oder 3 mittelgroße Paprikaschoten

1 Packung Pak Choi (chiniseischer Senfkohl)

1 mittelgroße Zwiebel

250 g Speisequark (Magerstufe)

Olivenöl

Milch

TK-Kräuter

Gewürze:

Salz (gern Meerasalz mit Knoblauch)

Pfeffer

Curry

Tzatzikigewürz

Chiligewürz

Sojasoße (gibt es auch glutenfrei)

Die Zubereitung ist ganz einfach:

Das Fleisch mit Gewürzen nach Wahl (Salz, Curry, Chili) spearat anbraten.

Das Gemüse waschen, schneiden und mit der geschnittenen Zwiebel und Gewürzen in einer separaten Pfanne anbraten. Einen Schuss Sojasoße dazu geben.

Fleisch und Gemüse miteinander vermengen. Vegetarier können anstatt Fleisch auch Pilze verwenden. Pilze sind gute Eiweißlieferanten.

Zubereitung für den Dip

250 g Magerquark mit einem Schuss Milch, Olivenöl, Tzatzikigewürz und TK-Kräutern (Petersilie, Schnittlauch und Dill) vermischen. Fertig ist ein kalorienarmer Dip.

Trotz dieser Ernährung kann ich mich nicht von Fehlschlägen befreien. Es geht letztendlich darum, dass man sein Wohlfühlgewicht erreicht.

Lohnt sich der Kampf um das Gewicht?

Liege ich falsch? Jetzt mal ehrlich – es ist doch eine große Aufgabe, um das Gewicht zu “kämpfen”. Lohnt sich dieser Kampf überhaupt? Ich persönlich möchte nicht kämpfen. Für mich ist es der falsche Ansatz.

Welche Erfahrung hast Du gemacht?

Einen interessanten Bericht zu dem Thema findest Du auch bei

Looks of Love T.

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