Man kann einen Blog auf zweierlei Weise betreiben. Entweder als eine Art Magazin. An festen Terminen wird über ein bestimmtes Thema gebloggt. Beispielsweise kommt an einem festen Tag in der Woche der “Spruch des Tages” oder ein Interview. Das finde ich prinzipiell gar nicht schlecht. So kann sich der Leser darauf einstellen und zu dem Termin den Blog in seine Leseliste nehmen…

Und ewig grüßt das Murmeltier

Hier geht es nämlich los. Auf Dauer kann es langweilig werden. Denn ich möchte kein Magazin lesen, sondern einen Blog. Ohne Schema F. Ansonsten kann ich auch gleich eine sterile Zeitschrift oder ein Magazin abonnieren. Das blättere ich dann einmal durch, lege es in die Ecke und gucke nicht wieder rein.

Sicherlich gehört eine gewisse Rgelmäßigkeit beim Bloggen dazu. Linkparties bieten sich hier an. Okay, ist nicht jedermanns Sache, aber es macht Spaß.

Das ist überhaupt der Kernpunkt. Spaß an der Sache. Nicht auf Krampf möglichst jeden Tag bloggen, damit überhaupt etwas kommt, sondern bewusst und gezielt, wenn es fließt. Früher während meiner Anfänge dachte ich, ich müsste ständig etwas posten, auch belangloses Zeugs, was eigentlich niemanden interessiert.

Heute mache ich eine Pause, wenn mir nichts einfällt. Während meines Portugalurlaubs hatte ich auch nichts vorgepostet.

Ich lese gern spezielle Blogs. Dabei kann es gern ein Blog sein, der eine Nische abdeckt, einer, der sich auf etwas spezialisiert hat oder einfach ein Hobby-Blog, der alles Mögliche postet und durcheinander. Mich interessiert in erster Linie die Person dahinter. Persönlich mag ich keine Hochglanzmagazine. Das finde ich total langweilig. Weil hier in den wenigsten Fällen kommentiert oder diskutiert wird.

Am Wichtigsten ist mir die Kommunikation. Ein Blog lebt von Kommentaren. Vor allem von denen, die beantwortet werden. Daraus entstehen oft wunderbare Diskussionen. Manchmal sind sie etwas daneben, aber das gehört dazu.

Klar, es kostet Zeit. Zeit, sich mit Fragen auseinander zu setzen und diese zu beantworten. Ich freue mich immer sehr, wenn mir Fragen zu meinen Blogposts gestellt werden oder wenn ich kritische Antworten erhalte. Das macht meinen Blog lebendig.

Ich bemühe mich, jeden Kommentar zu beantworten. Es gelingt mir aus Zeitgründen nicht immer. Dennoch finde ich die Kommunikation sehr wichtig. Manche Blogger denken, sie hätten es nach einiger Zeit oder ab einer bestimmten Reichweite nicht mehr nötig, auf die Kommentare und Fragen der Leser einzugehen. Mag sein, dass die Rechnung bei dem ein oder anderen aufgeht. Es kann jeder handhaben wie er will.

Für mich wäre das nichts.

Ansonsten würde ich meinen Blog als tot empfinden. Wer will schon einen toten Blog lesen?

Frei nach dem Motto von Bruce Darnell: Der Blog muss lebendig sein, genau wie der Handetasche…

Dann sehe ich noch einen weiteren Trend. Das Bloggen verlagert sich immer mehr auf Instagram oder Facebook – zumindest was die Aktivitäten betrifft. Vor allem Instagram ist ein ziemlicher Zeitfresser, obwohl ich dort auch gern schaue. Ich denke, dass man einfach nicht überall gleichzeitig aktiv sein kann. Mir ist der Blog immer noch das liebste Medium. Klar, das Handy (oder Tablet)  hat man immer dabei. Aber ich möchte nicht ständig präsent sein. Außerdem kann ich an einem großen Bildschirm besser lesen. Bilder und Schrift sind meistens größer, was für meine Augen angenehmer ist als die kleine Schrift auf dem Handy.

Wie siehst Du das? Nach welchen Kriterien entscheidest Du, welcher Blog auf Deine Leseliste kommt? In welchen Medien kommunizierst Du am liebsten?

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