Hand auf’s Herz. Wie lange ist es her, dass Du einen Sonntag im Bett verbracht hast? Ich meine so richtig – ohne Wenn und Aber. Vor morgens bis abends. Nicht, weil Du krank bist, sondern einfach nur so.

 

Ich bin ein Typ, der am Sonntag gern etwas länger schläft. Wenn mein Blogbeitrag morgens um sechs online geht, schlummere ich noch tief und fest. Es ist einfach herrlich, am Sonntag auszuschlafen. Meistens wache ich gegen halb zehn auf. Mal früher, mal später. Dann wird zunächst gemütlich gefrühstückt.

In meiner Teenie-Zeit legte ich mich nach dem Frühstück – oder Mittagessen – am Sonntag gern wieder ins Bett. Vor allem nach einer durchzechten durchtanzten Nacht. Der Tag war oft so richtig für den Eimer.

Später legte ich öfters einen Gammeltag ein. Wenn das Wetter mies war, schnappte ich mir ein gutes Buch und zog mich zurück. An solchen Tagen verschlang ich im Bett einen vollständigen Roman.

Als meine Kinder geboren wurden, war es mit der Ruhe schlagartig vorbei. Ich musste schon ziemlich krank sein, um einen ganzen Tag im Bett zu verbringen. Eine Mutter funktioniert immer.

Mittlerweile sind meine Kinder aus dem Haus. Den Sonntag brauche ich immer noch zur Entspannung. Es geht ja nichts über ein ausgiebiges Vollbad. Ich genieße ebenfalls lange Spaziergänge.

Aber eins mag ich nicht mehr: den ganzen Sonntag im Bett verbringen.

Irgendwie überkommt mich das Gefühl, ich könnte etwas verpassen, wenn ich den Tag verschlafe. Vielleicht ist das senile Bettflucht.

Kannst es Du einen ganzen Tag im Bett aushalten?