Sabine in Bremen – etwas erschöpft, aber gut angekommen

Eine Reise von Kiel nach Bremen an sich ist kein Abenteuer. Nicht so, wenn ich unterwegs bin. Bei mir ist alles anders.

Am Montag machte ich mich um 6:25 Uhr mit Sack und Pack auf den Weg von Kiel nach Bremen. “Sack und Pack” ist dabei wörtlich zu nehmen. Ich war vollgepackt wie ein Esel. Der große Koffer war kaum zu tragen. Zusätzlich hatte ich noch einen Rucksack auf dem Rücken mit 2 Laptops, einen dienstlichen und einen privaten.
Das Abenteuer begann bereits kurz nachdem sich der Bus zum Kieler Hauptbahnhof in Bewegung setzte. Der Busfahrer fuhr an der Ampel vorbei, an der er abbiegen sollte. Es stellte sich heraus, dass der Busfahrer diese Tour zum ersten Mal fuhr. Mit dem Gelenkbus wollte er auf der Straße wenden und stand quer mitten auf der Hauptstraße.Ich hatte bereits das große “P” im Gesicht. Das fing ja gut an!

Ein Fahrgast machte den Vorschlag, einen anderen Weg zu nehmen, bei dem man über einen kleinen Umweg wieder auf die ursprüngliche Strecke zurückkommt. Alles kein Problem, vielleicht einige Minuten Verspätung. Der Busfahrer tat wie ihm geraten wurde. Was er nicht wusste: Der Fahrgast hatte ihn auf einen Schleichweg geführt. Und damit nahm das Dilemma seinen Lauf.
Der Bus schlängelte sich durch die enge Straße, bis wir an eine Kreuzung kamen. Auf der linken Straßenseite befanden sich Häuser mit parkenden Fahrzeugen am Straßenrand, auf der rechten Seite befand sich ein Knick, ebenfalls mit einem parkenden Fahrzeug auf der Straße. Der Bus blieb stecken. Es ging weder vor noch zurück. Der Busfahrer sowie besagter Fahrgast stiegen aus, um die Fahrzeughalter ausfindig zu machen. Sie klingelten sich durch die Häuserreihe.
Nach einigen Minuten kam eine ziemlich verschlafene junge Frau aus einem Haus und fuhr das auf der linken Straßenseite geparkte Fahrzeug etwas zurück. Der Halter des anderen Fahrzeugs konnte nicht ausfindig gemacht werden. So machten sich “vier starke Männer” nebst Busfahrer daran, das zweite Auto zurückzuschieben – die Handbremse war nicht angezogen.
Der Weg war nach einer gefühlten halben Stunde endlich frei, juhu!!! Mit realen 10 Minuten Verspätung ging die Fahrt weiter. Irgendwann waren wir auf der ursprünglichen Strecke, wobei nur eine Haltestelle ausgelassen wurde. Glücklicherweise kam ich rechtzeitig am Bahnhof an und erwischte meinen Zug.
Die vier Tage in Bremen verliefen ohne weitere Vorkommnisse. Die Bremer sind sehr freundlich, ebenso die Touristen. Es hat sogar einer ein Foto von mir gemacht. Ich habe mich in einem Park mit einer sehr netten Dame unterhalten, die dort Entspannung suchte und die Teichhühner mit Haferflocken fütterte.
Meine neuen Kollegen haben mich ebenfalls sehr freundlich aufgenommen.
Am Donnerstag machte ich mich auf den Rückweg nach Kiel und stieg prompt in den falschen Zug. Ich hatte Glück, dass ich in Hamburg-Harburg in den richtigen Zug umsteigen konnte, der auf dem selben Gleis ankam. Puh, mich darf man nicht alleine loslassen!
Das war also meine erste Fahrt nach Bremen. Es folgen noch weitere. Ich bin froh, dass ich bald Urlaub habe. Das ist alles ziemlich aufregend, aber spannend.
Und jetzt wie versprochen einige Bremen-Bilder…
eine Mühle mitten in der Stadt

 

ein Vogelhaus auf dem Wasser

 

ein Teichhuhn-Küken

 

die Bremer Innenstadt

 

auf dem Weg an das Weserufer in der Nähe vom Böttcherhaus

 

an der Weser

 

an der Schlachte
Ich danke euch für eure Geduld, denn momentan bin ich einfach nur fix und foxy…

 

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