Unsere Kegelgruppe feiert in diesem Jahr ihr 10 jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass planten wir eine Tour nach Plau am See. Der Zufall wollte es, dass gerade am letzten Wochenende die 27. Plauer Badewannenrallye stattfand. Das muss man den Plauern schon lassen: Die lassen sich was einfallen.

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Die Badewannenrallye auf der Elde hat Tradition.

Die Gründung fand unter dem Motto statt:

“Mit Algen im Schuh und Moor im Ohr
halten wir uns über Wasser von
der Brücke bis zum Schleusentor.”

Im ersten Jahr 1990 beteiligten sich 16 Boote an der Rallye, im zweiten Jahr waren es schon 24 Boote. Mittlerweile dürften es etliche mehr sein. Die Veranstaltung lockt jedes Jahr zigtausende Besucher an den Luftkurort. Es gibt ein umfangreiches Programm sowie die Siegerehrung der von  einer Jury (1996 saß die amtierende Miss Germany mit in der Jury) und den Zuschauern gewählten besten Boote und natürlich den “Badewannenball”, der in einem Festzelt stattfindet.

Das Zelt befand sich in unmittelbarer Nähe zu unserem Hotel. Es wurde an zwei Abenden bis in die Morgenstunden gefeiert. Dank Ohrstöpsel bekam ich von der lauten Musik nichts mit, nachdem ich mich aus dem Festzelt zurückgezogen hatte. Manche Hotelgäste beschwerten sich, obwohl das bekannt war.

Spielverderber!

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Gleichzeitig feierte Plau am See das 100 jährige Jubiläum der Hubbrücke. Das ist ein einzigartiges Bauwerk. Die Brücke wird mit Hubkraft angehoben, wenn ein Schiff die Stelle passieren will. Sie dient als Überfahrt und Weg über die Elde, die mitten durch Plau am See fließt und in der Elbe mündet.

Es war also ordentlich was los an diesem Wochenende. Geplant war das vorher nicht. Es fand sich nur dieser Termin, an dem alle Kegelbrüder und -schwestern Zeit für diese Reise fanden. Da hatten wir doch mächtig Glück.

Falls Du mal nach Mecklenburg Vorpommern kommen solltest, lohnt sich ein Besuch in Plau am See auf jeden Fall.

Seit der Wende hat sich viel getan im Osten Deutschlands. Historische Gebäude wurden saniert. Leider zerfällt auch einiges, aber das ist im Westen des Landes auch nicht anders.

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Einen Abstecher ins Burgmuseum kann ich Dir ebenfalls empfehlen. Hierbei handelt es sich um ein Technikmuseum, in dem man allerhand entdecken kann, von alten Druckmaschinen, Schusterwerkstatt, Nachbau der historischen Hochdruck Dampfmaschine von Dr. Ernst Alban, alles über die Schifffahrt, Flugzeugbau und viele andere interessante Ausstellungen.

Das Museum wurde ab dem Jahr 2000 in einer alten Scheune auf dem Burghof von Museumsfreunden errichtet und seitdem ständig ausgebaut. Es wird mit sehr viel Herzblut betrieben, persönliche Führung (und Vorführung einiger Maschinen) mit tollen Geschichten inklusive.

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Eine Zwei-Seen-Fahrt stand ebenfalls noch auf dem Plan. Die dauert ca. 1 Stunde. Sie startet in Plau am See an der Elde, führt durch den Plauer See und den Lenzer Kanal bis in den Petersdorfer See und zurück. Diese Fahrt war eine willkommene Abwechslung zu dem Trubel, den wir vorher hatten.

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Sehr beeindruckt war ich unter anderem von den vielen Hausbooten, inklusive “Garage”.

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Die Kegeltour hat viel Spaß gemacht. Nach der Rückkehr holten wir am Abend noch Jake und Elwood aus Wahlstedt ab. Die beiden Racker halten uns übrigens schwer auf Trab. Ich bitte um Nachsicht, wenn ich auf den Blogs momentan nicht so präsent bin. Schaue mir zwar alles an, komme aber nicht immer zum Kommentieren. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viel Quatsch kleine Katzen machen können, örg!

Jetzt bin ich froh, dass in der nächsten Zeit keine weitere Fahrt auf der Autobahn ansteht. I have erstmal the Nose full 🙂 Deutschlands Autobahnen sind zurzeit echt ätzend!

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