Seit einigen Jahren gibt es den Glücksatlas der Deutschen Post. In einer großen Umfrage wird ermittelt, in welchem Bundesland die Menschen sich besonders wohlfühlen. Es wundert mich nicht, dass die Menschen Schleswig-Holstein die glücklichsten Deutschen sind. Wohnen wir doch zwischen den Meeren und dort, wo andere Urlaub machen.

Bei der ZEIT findest zu einen Artikel über die Lebenszufriedenzeit der Deutschen. Oder hier eine Umfrage “Was bedeutet für Sie Glück?” bei Statista.

Ich lebe sehr gern in Schleswig-Holstein und bin ein echtes “Nordlicht”.

Die Ostsee in Schleswig-Holstein in Haffkrug

In Sunny’s Blogparade “Dahoam is dahoam!” geht es darum, wie Du wohnst und lebst. Da bin ich gern dabei.

Bei mir hängt ganz viel vom Umfeld ab, ob ich mich an einem Ort wohlfühle. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Haus ist oder eine Wohnung. Wasser muss in der Nähe sein. Das Meer, ein See oder ein Fluss. Und ich muss Menschen in der Nähe haben, die ich kenne und liebe. Nur so für mich allein möchte ich nicht leben.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Schleswig an der Schlei. Schleswig war früher eine schöne blühende Stadt. Ich bin in einem 4-Generationen-Haushalt groß geworden. Wir hatten ein kleines Siedlungshaus mit riesigem Grundstück. Für Kinder das wahre Paradies.

Irgendwann in den 70ern in unserem Garten in Schleswig

Als ich mit meiner Ausbildung fertig war, zog ich mit meinem Freund (bereits seit langem mein Mann) in die erste eigene Wohnung ans andere Ende der Stadt. Die Umgebung war nicht besonders schön. Bereits nach knapp einem Jahr zogen wir in eine schönere Wohnung und zwei Jahre danach in eine große Altbauwohnung, die genug Platz für Kinder hatte.

Die Wohngegend war allerdings nichts für kleine Kinder. Außerdem wurde Schleswig immer unattraktiver. Es gab immer weniger gute Arbeitsplätze. Die Zuckerfabrik machte dicht, die Meierei schloss ihre Pforten und die Butterfabrik wurde ebenfalls geschlossen.

Mittlerweile ist Schleswig auch kein Standort für Soldaten mehr. Also keine rosigen Aussichten.

Der Wikingturm von Schleswig

Da mein Mann in der Nähe von Kiel arbeite und ich zu der Zeit nicht berufstätig war, zogen wir in einen Vorort von Kiel in eine schöne Etagenwohnung. Wir kannten in dem Ort schon einige Leute und fanden schnell Anschluss. Ich hätte zu der Zeit gern ein eigenes Haus gehabt, aber das war nicht drin. Der Mann war Alleinverdiener. Ich hatte zwar Nebenjobs. Damit konnte man kein Haus finanzieren. Dennoch waren wir eine kleine glückliche Familie.

Die Kinder wurden älter, ich wurde wieder berufstätig mit einer 3/4 Stelle. 2003 wagten wir den Schritt und erwarben im gleichen Ort eine Eigentumswohnung in einer alten Bauernkate, gelegen in einer ruhigen Straße in Waldnähe. Das Haus ist zwar schon alt und nicht so komfortabel wie ein Neubau. Dennoch fühlen wir uns nach wie vor wohl, weil es ganz gut ausgebaut ist. Das Bad ist etwas klein geraten, ein Gäste-WC ist auch nicht vorhanden. Man kann halt nicht alles haben.

Es ist genug Platz. Die Kinder sind mittlerweile aus dem Haus. Dafür sind zwei Katzen da, die sich austoben können.

Wir haben zwei Kratzbäume für die Katzen. Einer davon steht im Dachstudio

Ich mag es übrigens gern bunt. Weiße Wände gibt es größtenteils. Dazu ist mindestens eine Wand farbig gestrichen, gern auch knallig oder dunkel und warm.

Mir gefällt besonders das lichtdurchflutete Dachstudio, in dem ich auch meine Fotos mache. Hier sind die Wände hell, dafür die Möbel mit farbigen Elementen. Der nordische Stil von IKEA gefällt mir ebenso gut wie ein typisches schwarzes Ledersofa aus dem Möbelhaus von nebenan oder ein Rattan-Sessel vom Korbflechter.

Klare Linien und Kontraste – dazu natürliche Materialien wie Rattan und Holzdielen – so mag ich das

Mit Deko habe ich es nicht so. Momentan ist alles weggeräumt, weil die Katzen überall rangehen. Das hat sich aber schon sehr gelegt. Ich bin ganz zuversichtlich, dass nach und nach wieder mehr Deko hingestellt werden kann.

Kleine Katzen sind neugierig und knabbern alles an. Daher gibt es momentan bei uns nur wenig Deko.

Vor einigen Jahren haben wir eine neue Küche einbauen lassen. Dabei ist alles recht zweckmäßig eingerichtet. Wir haben eine offene Wohnküche. Sie ist der erste Raum, der sichtbar ist, wenn man die Treppe hochkommt. Die Streifentapete befindet sich ebenfalls auf der gegenüber liegenden Wand bei der Spüle. Mittlerweile müsste mal wieder tapeziert werden. Wo gekocht wird, entstehen Fettspritzer und andere hässliche Flecken. Insgesamt hat die Küche eine U-Form.

Die alten Holzdielen knatschen – und Reichtümer gibt es bei uns nicht. Dafür ist es urig wie ein kleines Hexenhaus. Aber keine Bange. Hier wohnt keine Hexe. Hihi…

Die alten Holzdielen haben eine lange Geschichte. Das Haus ist über 200 Jahre alt.

Hier sieht man mich übrigens in der Küche in Action. Kannst Du bei INSTAGRAM nachgucken. Wenn Du mir dort folgst, würde ich mich sehr freuen.

 

 

Der Flur ist relativ klein. Daher ist ein schmaler Schuhschrank (IKEA) sehr praktisch. Als Schlüssel-Aufhänger dient eine Küchenhalterung mit Gewürzbord von IKEA.

Ich mag es gern nordisch und praktisch.

Direkt dahinter geht es auch schon die Treppe hinauf. Unter der Treppe befindet sich hinter einem Vorhang die Waschmaschine, ein Trockner, Wäschekorb und ein Regal. Einen Keller gibt es nicht.

Man soll sich wundern, wie viel Stauraum sich unter der alten Treppe befindet. Platz ist in der kleinsten Hütte.

Jetzt bin ich aber kein Typ, der das Leben von einem Haus abhängig macht. Wenn das Umfeld nicht mehr passt, kann ich mir sehr gut einen anderen Wohnort oder eine andere Heimat vorstellen. Ich kann mir auch eine Wohngemeinschaft vorstellen, in der Jung und Alt zusammen leben. Jeder in seinem eigenen Reich, aber erreichbar für den anderen.

Dir gefällt das? Beitrag teilenShare on FacebookShare on Google+Tweet about this on Twitter