Ab sofort gibt es eine neue Kategorie in meinem Blog: “Neues von Jake und Elwood”.  Wir sind momentan dermaßen eingespannt. Das ist wie mit kleinen Kindern, die man erziehen muss.

Im ersten Beitrag werde ich ein wenig ausholen und darüber berichten, wie meine Katzenliebe entstand und welche Katzen mich in meinem Leben bereits begleiteten. Es ist allerdings etwas traurig.

Als ich ein Kind war,  hatten wir eine Katze namens Peggy. Peggy war eine Mischung aus Siam und Europäisch Kurzhaar, somit sehr gesprächig. Peggy war ein Biest. Und dennoch liebte ich sie. Sie war ständig bei mir. Die vielen Kratzer habe ich ihr immer verziehen. Ab und zu ärgerte ich sie ein bisschen, weil Peggy ein ziemliches Luder war und man nie wusste, wann sie mit einem Hieb ein Spiel beendet.

Als ich mit meinem Mann (damals waren wir verlobt) die erste eigene Wohnung bezog, bekamen wir wieder eine kleine Katze namens Pinky. Pinky war sehr eigen und verhaltensgestört. Zu uns hatte sie Vertrauen. Fremde Menschen fauchte sie an. Leider konnte sie nicht raus, weil wir in einer Etagenwohnung lebten. Zu uns war sie immer freundlich, verschmust und verspielt. Sobald Besuch kam, verkroch sie sich. Zwei Mal zog sie mit uns in eine neue Wohnung.

Dann kam das erste Kind. Es war ein wenig schwierig, denn Pinky mochte ja keine anderen Menschen außer uns. Dennoch hatte sie sich mit der Situation arrangiert. Immer wenn unser Sohn schlief, kam sie aus ihrem Versteck und holte sich ihre Streicheleinheiten. Allerdings fing sie damals schon an, vor lauter Eifersucht in meine Handtasche zu pinkeln.

Als ich mit dem zweiten Kind schwanger wurde, kam es zu einer folgenschweren Situation. Eines Tages saß Pinky auf meinem Schoß vor meinem dicken Baby-Bauch. Mein Sohn kam dazu, kniete auf dem Fußboden vor mir und wollte die Katze streicheln. Da passierte es. Mit einem Hieb holte sie aus und die Pranke ging einmal quer über das Gesicht des Kindes, knapp am Auge vorbei. Die Situation wurde leider nicht besser. So beschlossen wir schweren Herzens, die Katze wegzugeben. Aber ich wollte sie nicht ins Tierheim bringen. Wir fanden eine “Tierpension mit Gnadenhof”, wo unsere Pinky untergebracht wurde. Ich habe sehr geweint. Später erfuhren wir, dass sie in gute Hände vermittelt wurde.

Zu diesem Zeitpunkt wollte ich nie wieder ein Haustier haben.

Die Jahre vergingen, die Kinder wurden groß und wir zogen irgendwann aus einer Etagenwohnung in unser Eigenheim. Es handelt sich um eine alte Bauernkate, die in Eigentumswohnungen eingeteilt wurde. In unser Hexenhäuschen waren wir spontan total verliebt. Als wir etwa ein Jahr dort lebten, hatten wir plötzlich Mäuse im Haus. Es war Winter, es war kalt. Mein Sohn wollte Plastikmüll im gelben Sack entsorgen, da sprang ihm eine Maus entgegen. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, wie groß der Schreck war. Keine Aktion vertrieb die Mäuse. Weder Fallen noch sonst was.

So machten wir uns am Nikolaustag 2004 auf den Weg ins Tierheim. Nur mal schauen. Denn wo Katzen sind, laufen die Mäuse weg. Wir verliebten uns ganz spontan in einen Kater, den wir sofort mit nach Hause nahmen. Kater Bundy. Er hatte unser Herz im Sturm erobert, war etwas krank und musste aufgepäppelt werden, aber das war uns egal. Mit Kater Bundy verschwanden nicht nur die Mäuse. Er war sehr beliebt bei den Nachbarn. Jeder mochte ihn. Bundy begleitete uns fast 12 Jahre. Seine Geschichte hast Du hier verfolgt – bis er Anfang Mai dieses Jahres eingeschläfert werden musste.

Der Verlust war sehr schlimm. Schließlich gehörte er zur Familie.

Ein leeres Haus, die Kinder bereits ausgezogen. Kater Bundy kann keiner ersetzen, aber wir sehnten uns danach, dass wieder Leben in der Bude ist.

Dann entdeckte mein Mann im Internet eine Anzeige. Eine Familie aus Wahlstedt bot 3 kleine Kitten aus einem Wurf zur Vermittlung an. Zwei Kater und eine Kätzin. Wir fuhren dorthin, als die Katzen 9 Wochen alt waren und merkten schnell, dass die beiden Brüder ziemlich viel gemeinsam machten und sehr aneinander hingen. So beschlossen wir, Jake und Elwood ein neues Zuhause zu geben.

Wir warteten, bis sie 12 Wochen alt waren, damit die Trennung von der Mutter nicht so schwer fällt. Und nun sind sie bereits 4 Wochen bei uns.

Auf dem Titelbild siehst Du Jake. Jake ist sehr verschmust. Er liebt es, auf meinem Schreibtisch zu liegen oder auf meinem Schoß, während ich am PC sitze.

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Jake

Elwood ist etwas zurückhaltender. Ab und zu lässt er sich ebenfalls auf dem Schoß nieder und freut sich über jede Zuwendung. Aber er ist dabei etwas vorsichtiger und legt sich gern mal auf meinen Bürostuhl.

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Elwood

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Elwood

Jake erkennt man daran, dass er mehr Schwarzanzeile im Fell hat. Okay, hier vielleicht gerade nicht.

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Jake

Elwood hat einen weißen Po.

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Elwood

Wild geht natürlich auch – und wie.

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Ich danke Dir fürs Zuschauen. Vielleicht magst Du wieder vorbeisehen, wenn es Neues von Jake und Elwood gibt.

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