Ein Schreck in der Abendstunde

In der letzten Woche hatten wir ein Erlebnis der anderen Art. Es deutete eigentlich nichts darauf hin, dass es an diesem Abend noch zu einem Schrecken kommen würde.

Ich machte mich mit meinem Mann auf dem Weg zu meiner Schwiegertochter in Spe. Eine kurze Stippvisite, um Katzenfutter abzuliefern. Mein Sohn und seine Freundin haben ebenfalls zwei kleine Katzen.

Jake und Elwood blieben allein zu Haus. Das müssen sie schließlich lernen. Denn wir arbeiten tagsüber. Katzen können sich gut beschäftigen. Bei Hunden ist es etwas schwieriger. Die brauchen einen Hundesitter, wenn das Herrchen arbeitet.

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Elwood liegt in einer Schüssel. Damit können wir die Katzen auf einer Küchenwaage wiegen.

Als wir von unserem Ausflug zurück kamen bemerkte ich an Elwood eine dicke geschwollene Pfote. Zunächst dachte ich, dass er von irgendwo herabgestürzt war und sich einen Bruch zugezogen hatte. Es war natürlich schon spät. Der Tierarzt hatte längst seine Praxis geschlossen. So mussten wir den tierärztlichen Notdienst anrufen.

Mein Mann fuhr mit Elwood in eine Tierarztpraxis, die Notdienst hatte. Die Tierärztin meinte, wenn es sich um einen Bruch handeln würde, könnte unser Elwood überhaupt nicht mit seiner Pfote auftreten. Sie tippte auf einen Insektenstich, weil auch das Bein angeschwollen war.

Unser kleiner Kater wurde dementsprechend behandelt.

Wir suchten unser Dachstudio, in dem das Fenster offen war, nach Bienen, Wespen oder ähnlichem Getier ab – da bei uns auf dem Land reichlich vorhanden.  Nichts zu finden.

Am selben Abend hörte ich dann plötzlich ein brummendes Geräusch und sah einen Schatten an mir vorbeifliegen, als ich am PC saß. Es hörte sich an wie eine Hornisse. Sehen konnte ich sie allerdings nicht. Und so tat ich es schon als Halluzination ab.

Auch die nächsten zwei Tage war nichts zu sehen. Bis ich ein Fenster etwas weiter öffnete als gewöhnlich. Da fiel eine tote Hornisse auf den Fußboden. Ein ziemlich dicker Brummer.

Ich bekam einen riesen Schreck.

Vermutlich hatte ich die Hornisse beim Schließen des Fensters eingeklemmt. Hornissen verstecken sich gern. In dem Moment war klar, dass unser Elwood wohl von einer Hornisse gestochen wurde, die sich durch das Fenster bei uns im Dachstudio verirrte.

Seitdem traue ich mich kaum noch, ein Fenster zu öffnen, das nicht mit einem Fliegengitter abgesichert ist. Denn wir haben Hornissen im Garten und Wespen im Dach. Es ist halt ein Altbau, in dem wir wohnen.

Elwood ging es schnell wieder gut. Dennoch muss ich das nicht noch einmal haben.

Jake ist ebenfalls wohlauf. Ich bin froh, wenn die Wespen-, Bienen- und Hornissen-Saison vorbei ist, da ich selbst allergisch auf derartige Stiche reagiere.

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Jake liegt mal wieder auf dem Kratzbaum und lässt sich kraulen

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