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Clickertraining für Katzen

Katzen kann man nicht erziehen? Tricks beibringen geht gar nicht?

Im Prinzip sind Katzen eigensinnige Wesen und lassen sich ungern erziehen. Katzen lassen sich lenken, wenn man ihre Gewohnheiten kennt. Mit viel Geduld und Spucke kann man ihnen sogar Tricks beibringen – mit dem Clicker.

Die Katze macht normalerweise was sie will. Katzen sind schließlich keine Hunde.

Gerade kleine Katzen machen viel Blödsinn – wenn man sie machen lässt. Es geht aber auch anders. Niemals, wirklich niemals hat es einen Sinn, ein Tier anzuschreien oder anzubrüllen, wenn es Unsinn macht. Weder Hund noch Katze reagieren auf “Schimpfe”. Besser ist es, das Tier abzulenken und für Verhaltensweisen zu belohnen, die es machen soll.

Das geht mit dem Clicker besonders gut.

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Wir haben uns via Amazon die Katzen-Clicker-Box gekauft (*Affiliate Link). Darin enthalten ist ein Begleitbuch, der Clicker und Karten, auf denen einzelne Trainingseinheiten beschrieben sind.

Weil uns diese Box so gut gefällt, möchte ich sie Dir heute vorstellen.

Das Prinzip ist ganz simpel. Wenn die Katze das macht, was Du willst, wird geclickert und sie bekommt eine Belohnung in Form eines Leckerlis.

Bei Hunden funktioniert das sehr gut. Sitz, Platz, bei Fuß gehen. Katzen können Verhaltensweisen lernen. Sie haben nur andere als Hunde. Daher sind die Übungen anders als bei Hunden.

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Dennoch reagieren Katzen gleichermaßen wie Hunde auf Belohnungen, wenn sie das machen sollen, was der Mensch will.  Wenn sie klein sind, kann man Katzen am besten erziehen. Der Clicker ist dabei eine gute Hilfe. Außerdem macht es den Katzen Spaß.

Wie funktioniert das Clickertraining mit Katzen?

Ob auf den Namen hören, sich hinsetzen oder Männchen machen. Solche Tricks kann man Katzen beibringen.

Im Begleitbuch werden zunächst die Grundregeln des Clickerns beschrieben. Wie wird geclickert, wann wird geclickert und wann gibt es ein Leckerli. Es wird empfohlen, den Clicker zunächst ohne eine Katze auszuprobieren oder zusammen mit dem Partner, damit man ein Gefühl dafür bekommt.

Der Clicker selbst ist etwas leiser als der für Hunde. Katzen mögen keine so lauten Geräusche. Er liegt gut in der Hand.

In der Box befinden sich 36 Übungskarten in drei unterschiedlichen Kategorien.

  • Basics
  • Erziehungsübungen
  • Tricks

Die Karten sind von 1 bis 36 durchnummeriert. Auf der Vorderseite befindet sich eine Grundübung, auf der Rückseite alternative Übungen. Also jede Menge “Futter” für die Katze.

Bei vielen Übungen wird die Benutzung eines Targets (schmaler Stab) verwendet. Es geht aber auch der Zeigefinger einer Hand. Daher ist der Tipp, es vorher ohne die Katze auszuprobieren, ganz sinnvoll. Ich bin in dieser Hinsicht nicht so geschickt wie mein Mann.

Unsere Beiden haben sofort gut mitgemacht. In der ersten Woche wurden sie einzeln an den Clicker gewöhnt. Mittlerweile können beide zusammen trainieren.

Wie gut das funktioniert, siehst Du weiter unten auf den Bildern.

Nur wenn es um Futter geht, setzt immer noch der Verstand aus. Wir haben eine offene Wohnküche, sodass ich beim kochen nicht die Küchentür schließen kann. Anfangs war es kaum möglich, überhaupt das Essen zuzubereiten, ohne dass mir eine Katze dazwischen funkt.

Die Konsequenz ist die Verbannung aus dem Bereich. Wenn es mir zu bunt wird und sie immer wieder auf die Arbeitsplatte im Kochbereich springen, müssen sie den Raum verlassen und dürfen sich nur in einem Teil der Wohnung bewegen. Es ist einfach zu riskant, wenn die Herdplatten noch heiß sind.

Auch betteln am Tisch mögen wir überhaupt nicht leiden. Mittlerweile haben wir das im Griff. Nur auf dem Herd darf nichts stehen bleiben, wenn wir mit dem Essen fertig sind, was mich ziemlich nervt. So ist die Küche jedenfalls recht schnell wieder aufgeräumt.

Es gibt eine Übung mit dem Clicker, die in dem Fall auf einen bestimmten Platz verweist. Das werde ich zusammen mit meinem Mann noch intensiver üben. Allein fällt es mir schwer, weil ich gleichzeitig auf heiße Herdplatten Acht geben muss.

Wenn Besuch da ist benehmen sich die Beiden ganz gut. Sie sind Fremden gegenüber zwar nicht ängstlich, aber zurückhaltend. Nicht jeder mag sofort eine Katze auf dem Schoß haben.

Wann sollte man das Clickertraining mit Katzen beenden?

Das Clickertraining sollte man dann beenden, wenn die Katze lustlos wird. Bei uns ist die Übung  dann “fertig”, was besonders betont wird. Der Clicker kommt wieder in die Box. Bis zum nächsten Mal.

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Es gibt noch jede Menge Trainings-Potenzial. Man darf nicht zu viel erwarten. Jake und Elwood sind nicht jeden Tag gleich gut aufgelegt.

Beschäftige Dich mit Deinem Tier, gib ihm Anreize und lenke es von ungeliebten Gewohnheiten ab. Du wirst sehen, das klappt ganz gut. Wie gesagt, dafür braucht man viel Geduld. Aber es lohnt sich.

Jake und Elwood lernen schnell. Mein Mann ist ein echter “Katzenflüsterer”. Er hat das gut im Griff. Mindestens einmal am Tag wird “geclickert”, damit die beiden Racker nicht aus der Übung kommen.

Es macht ihnen großen Spaß. Klar, sie machen immer noch Blödsinn. Dafür sind sie einfach zu klein. Wir wissen nicht, was sie anstellen, wenn wir außer Haus sind. Die Spuren auf dem Ceran-Kochfeld liefern den besten Beweis dafür.

Der Clicker bereitet unsere Katzen ebenfalls darauf vor, dass sie eines Tages nach draußen dürfen. Noch ist das zu riskant. Wir warten damit, bis sie kastriert wurden. Das können wir im Dezember machen lassen. Meistens werden sie danach ein bisschen ruhiger.

Bis dahin kann ich mir ordentlich Kalorien abrennen.

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