Facebook, Instagram, Google +, Pinterest, Twitter. Ich bin zwar auf vielen Social-Media-Kanälen vertreten, aber meistens tummel ich mich doch auf den Blogs herum oder beispielsweise bei Gleichgesinnten wie im Forum der ü 30 Blogger.

Der Post von Fran hat mich (mal wieder) nachdenklich gemacht.

Nicht nur Jugendliche gehen heute ganz anders mit Social Media um. Da ist oft mehr Schein als Sein. Ich komme nicht besonders gut damit zurecht. Deshalb wird meine Followerzahl bei Instagram und Facebook wohl nie überdimensionale Zahlen erreichen, was mich nicht weiter stört. Google + ist sowieso ein Phänomen und schwer einzuschätzen. Bei Snapchat bin ich bisher nicht registriert (ist auch nicht geplant). Viele Videos lade ich bei YouTube nicht hoch. Der Tag hat schließlich nur 24 Stunden und ich schon eckige Augen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass über diese Medien viele meiner Blogbeiträge gelesen werden. Der Statistik nach zu urteilen macht das etwa 10 % aus. Die meisten Menschen wollen Fotos sehen und Herzchen bzw. Likes anklicken. Das geht oft im Sekundentakt.

Von Schnappschüssen herkömmlicher Art ist dabei nicht mehr viel übrig geblieben. Vieles ist nur noch inszeniert und nicht mehr aus dem wahren Leben – somit nicht mehr authentisch.

Mir persönlich geht es darum, meine Beiträge mit anderen zu teilen und dafür die unterschiedlichen Plattformen zu nutzen. Natürlich schaue ich selbst gern schöne Bilder an. Am liebsten sind mir jedoch die spontan mit dem Handy aufgenommenen Schnappschüsse, die aus einer Situation heraus entstanden sind, einfach weil der Moment gerade so schön war.

Überhaupt wird Social Media meiner Meinung nach völlig überbewertet. Menschen nach ihren Followerzahlen zu bewerten ist absurd – wie ich HIER schon einmal berichtete. Gerade bei Instagram habe ich es schon oft erlebt, dass ich “angetickert” werde von Profilen, die eine enorme Followerzahl haben und die sich dann ganz schnell wieder verabschieden, sobald man sie ebenfalls liked. Follower kaufen geht übrigens auch. So viel zu diesem Thema. Ich muss allerdings fairerweise sagen, dass ich auch viele nette Kommentare erhalte, über die ich mich sehr freue.

Gut, ein Blog ist auch ein Social Medium, aber hier herrscht jedenfalls reger Austausch, zumindest auf meinem Blog. Das sind manchmal schon richtig gute Diskussionen, und es ist nicht so oberflächlich wie Twitter & Co. Ich bin auch nicht unbedingt die “Twitterine” und übersehe schon mal eine Nachricht an mich, was mir dann etwas unangenehm ist.

Meine Schwester war vor einiger Zeit ziemlich radikal. Sie hat alle öffentlichen Accounts gelöscht, inklusive ihrem Blog. Kein Bock mehr auf Social Media. Alles weg. Schnitt!

Am schlimmsten finde ich allerdings Cybermobbing im Internet. Leider gehen insbesondere Schüler oft unbedacht mit diesen Medien um. Nach einem Bericht der FAZ wird jeder fünfte Jugendliche Opfer von Cybermobbing.  So landen schnell Fotos im Netz, die dort nicht hingehören und richtiger Shitstorm entsteht. Wer in ein solches Hamsterrad gerät, der hat es oft schwer, dort allein wieder herauszukommen.

Und es kann jeden treffen. Moppi hat HIER einmal einen interessanten Artikel über Hater veröffentlicht.

Wie Fran schon schrieb ist es wichtig, seinen Kindern ein Vorbild zu sein. Reden und aufklären, Prävention in den Schulen – aber nicht mit erhobenem Zeigefinger oder durch Wegnahme der Handys.

Und denkt daran: Es gibt noch ein Leben außerhalb des WWW.

 

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