Zugegeben: Mein Gesicht könnte gut ein paar Auffüllungen gebrauchen. Falten sind da genug. Vor allem Augenringe, Schlupflider und Stirnfalten sowie Krähenfüße, nicht zu verwechseln mit den Lachfalten.

In der letzten Zeit berichten immer mehr Blogger von Hyaluronfillern und Botox zur Untersrpitzung von Falten im Gesicht.

Um eins vorwegzunehmen: Jeder soll für sich selbst entscheiden, ob er sich in eine solche Behandlung begibt oder nicht. Ich würde niemals mit dem Finger auf jemanden zeigen. Vermutlich mache ich mich mit diesem Artikel bei vielen Menschen unbeliebt. Das nehme ich in Kauf. Wie schön, dass man als Blogger seine freie Meinung äußern kann.

Natürlich habe ich selbst schon mit dem Gedanken gespielt, meine Falten reduzieren zu lassen. Allerdings war die Unterspritzung mit Hyaluron und Botox für mich nie ein Thema. Entsprechende Anfragen von Firmen lehnte ich bisher ab. Meine Schlupflider finde ich auch nicht wirklich schön. Solange ich noch aus den Augen gucken kann, sehe ich dennoch keine medizinische Notwendigkeit für eine Korrektur.

Mir geht es heute nicht darum zu beurteilen, ob Unterspritzungen der Haut mit Botox und Hyaluron gefährlich sind. Darüber wurde schon genug diskutiert. Mir geht es auch nicht um die Angst vor Spritzen im Gesicht. Das lässt sich sicherlich alles ertragen.

3 gute Gründe, warum Botox und Co. nicht unter meine Haut kommen:
1. Tierversuche

Zumindest für Botox sind Tierversuche immer noch vorgeschrieben, da es sich hierbei um ein Nervengift handelt. Gemäß eines Berichts der Organisation Ärzte gegen Tierversuche e. V. wird dabei folgender Test vorgenommen:

“Das Gift wird Gruppen von Mäusen in die Bauchhöhle gespritzt. Jede Gruppe erhält eine andere Verdünnung Botox. Es wird die Menge ermittelt, bei der genau die Hälfte der Tiere stirbt. Dies wird als LD50-Test (LD50 = tödliche Dosis bei 50% der Tiere) bezeichnet.
Für die Tiere ist das mit furchtbaren Qualen verbunden. Es kommt zu Muskellähmungen, Sehstörungen und Atemnot. Der Todeskampf kann sich über drei oder vier Tage hinziehen. Die Nager ersticken schließlich bei vollem Bewusstsein.”

Es gibt alternative tierversuchsfreie Tests. Die Zulassung dafür hat bisher nur die amerikanische Firma Allergan für eine selbst entwickelte Methode erhalten. In Deutschland sind diese Methoden aber noch nicht hinreichend anerkannt. Die behördliche Anerkennung der Firma Merz für eine selbst entwickelte Methode ohne Tierversuche wird Ende 2015 erwartet.

Wer sich näher informieren will, kann das in DIESEM Artikel nachlesen.

2. Alles eine Frage der Zeit

Nichts hält ewig. Selbst, wenn ich mich “aufpolstern” lasse, ist die Wirkung spätestens nach 12 Monaten verschwunden. Das heißt, man muss wieder ran. Die natürliche Alterung lässt sich nicht aufhalten. Die Hyaluronfiller halten ca. 4 bis 12 Monate. Die Wirkung von Botox lässt schon nach 8 Wochen spürbar nach.

Stark erschlaffte Gesichtshaut kann nicht behandelt werden.

3. Das liebe Geld

Die Kosten für eine Faltenunterspritzung sind sehr unterschiedlich und individuell. Je nachdem, was behandelt werden muss. Sie bewegen sich zwischen ca. 150,00 und 1,500 €. Okay, man gibt auch für andere Sachen viel Geld aus.

Ganz ehrlich? Dafür gönne ich mir lieber einen schönen Urlaub.

Ich habe ein Vorbild

Sagte ich nicht unlängst, ich hätte keine Vorbilder? Das ist gelogen!

Iris Apfel ist für mich ein Vorbild. Sie hat nur ein Wort für Botox: “yuk!” Was so viel bedeutet wie “igitt!”

Dies ist mein letzter Beitrag für Traude Rostrose zur Aktion “Rettet die Lachfalte”, die im Dezember 2014 begann. Traude wird mit Ende des Jahres das Projekt beenden. Es waren fröhliche, amüsante, aber auch nachdenkliche Beiträge dabei. Vielen Dank liebe Traude für das “Lachfaltenjahr”.

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