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Über Farben und Farbtypen wurde hier im Blog bereits ausführlich berichtet. Dass ich in dieser Hinsicht einen kleinen Spleen habe, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Die Überschrift zu diesem Posting hätte auch “Mein langer Weg zur Stilfindung” lauten können.

Der Weg zu meinem eigenen Stil war ein wenig holperig. Schon als kleines Kind war ich ziemlich eigenwillig. Während andere Mädchen gerne Kleider trugen, lief ich in Hosen herum. Vor der Pubertät ging ich deshalb manchmal als Junge durch. Ich kletterte auf Bäume und spielte “Räuber und Gendarm”. Das war die eine Seite. Die andere Seite liebte Barbie-Puppen und mochte sich sehr gern verkleiden. Die Klamotten von der Mutti und die Schminke wurden geklaut. Dann war ich eine Königin oder Prinzessin.
Wir hatten kein großes Budget für Kleidung zur Verfügung. Im Teenie-Alter tat es eine Jeans und ein Parka vom Wochenmarkt, während die anderen Mädels in den Original-Klamotten herumliefen. Daher sparte ich mein Taschengeld, um mir eine echte “Wrangler” zu kaufen.
Mein Stil Ende der 70er war eine Mischung aus Hippie und Freak. Ab und zu kam der Punk in mir etwas durch. Anfang der 80er schwappte die Popper-Welle über Deutschland. Ich stand mittlerweile in Lohn und Brot und arbeitete bei einem Anwalt. Da sollte man schon gut gekleidet sein. Also wechselte ich vom Hippie zum College-Stil. Popper-Haarschnitt und College-Schuhe inklusive. Was für ein Wandel! Diesen Style habe ich allerdings nicht lange durchgezogen. War mir irgendwie zu bieder.
Ende der 80er wurde mein erstes Kind geboren. Zwei Jahre später kam das zweite. In den ersten Jahren nach der Geburt der Kinder legte ich auf Mode keinen besonders großen Wert. Es musste zweckmäßig sein. Die Farben waren mir egal. Ich kaufte, was gerade auf dem Markt und modern war. Schminke? What’s that? Wenn ich heute die alten Bilder betrachte, dann wundere ich mich über meinen damaligen Geschmack.
Die Kinder wurden größer, ebenso wuchs mein Interesse an Mode. Ich fand in der Bücherei zufällig ein Buch über Farbtypen und war sofort fasziniert und auch infiziert. Das Buch kaufte ich mir im Buchhandel, um herauszufinden, welcher Farbtyp ich bin. Nach meiner Eigen-Analyse stufte ich mich als Herbsttyp ein und kaufte mir entsprechende Kleidung in den Herbstfarben. Ich merkte jedoch ziemlich schnell, dass diese Farben nicht wirklich meinem Typ entsprechen. Die Farben des Wintertyps hatten mich in dem Buch am meisten angesprochen.
Also meldete mich bei einer Farb- und Typberatung an. Hier wurde ich als Sommertyp eingestuft. Begründung: Meine Augen wären zwar klar, aber ein wenig gesprenkelt. Auf jeden Fall sei ich ein kühler Farbtyp. Also noch einmal nach und nach neue Klamotten gekauft. Mit diesen Farben konnte ich mich besser identifizieren. Dennoch war ich nicht richtig glücklich damit.
Als die Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, fing ich nach längerer Arbeitspause wieder an zu arbeiten und bekam prompt unreine Haut. Diese ließ ich von einer Kosmetikerin behandeln, die auch auf Farb- und Typberatung spezialisiert war. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Gute hatte auf den ersten Blick erkannt, dass ich ein Wintertyp bin. “Sie brauchen Farben, Frau Gimm, und Kontraste!” Ich schwebte wie auf Wolke sieben. Warum ich das nicht selbst erkannt hatte, kann ich nicht sagen. Unwissenheit, Unsicherheit, keine Ahnung.
Von diesem Zeitpunkt entwickelte sich alles wie von selbst. Meine Farbtafel hatte ich bei Einkäufen anfangs bei mir. Mittlerweile ist der Blick geschult. Ich weiß, was mir steht. Das ist der Grund, weshalb ich immer wieder zu “meinen” Farben greife.
Ich möchte euch meine persönlichen Farb-Basics kurz vorstellen: Das sind die Farben, auf denen meine Kleidung aufbaut: Schwarz, Dunkelblau, Rot, Pink, Weiß.

 

 

Diese Farben kombiniere ich mit weiteren Farben aus meiner Farbpalette. Hier wird gern gemischt. Am liebsten mag ich dunkle Hosen und bunte Oberteile. Manchmal trage ich uni. Dabei bleibe ich (fast) immer bei meiner Palette. Denn ich mag beispielsweise Jeans, die verwaschen und eher dem Sommer zuzuordnen sind. Die richtige Mischung macht es. Auch manche Frühlingsfarben stehen mir.
Ich denke, jeder Mensch hat seine Vorlieben und Lieblingsfarben. Der Wohlfühl-Faktor spielt dabei die wichtigste Rolle. Egal, ob man etwas auf die Farbtypen gibt oder nicht.
Ich fühle mich mit meinen persönlichen Farben pudelwohl. Weitere Beiträge zu dem Thema findet ihr auf meiner Seite Alles über Farbtypen.
Hier sind die Teilnehmerinnen unseres ü 30 Blogger Specials im Juni. Diesmal ist auch eine Gastbloggerin aus unserem Forum dabei. Lasst euch inspirieren.


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