Wie ist das eigentlich, wenn die Kinder flügge werden?

Vor zwei Jahren hatte ich darüber berichtet. Da zog mein ältester Sohn aus dem Haus. Jetzt ist auch der “Kleine” ausgezogen. Leer ist es, das Hotel Mama. Und der Kühlschrank erst.

Wir sind uns in der letzten Zeit ein bisschen auf die Füße getreten. Es ist schon etwas schwierig, wenn man sich mit 4 Personen morgens ein kleines Bad teilen muss. Wieso 4 Personen, fragt ihr euch sicherlich. Die Freundin vom Sohn war oft über Nacht bei uns und auch am Wochenende. Wenn dann noch der andere Sohn mit Freundin zu Besuch ist, dann sind es schon mal 6 Leute. Es ist natürlich schön, wenn die Kinder da sind. Trotzdem freue ich mich, dass ich nach 27 Jahren die eigenen vier Wände nur noch mit meinem Mann teilen muss.

Es ist ja nicht nur das Bad, welches in Beschlag genommen wird. Der Kühlschrank war meistens proppenvoll. Zumindest hat das Kind sich selbst versorgt und auch seine Wäsche allein gewaschen. Gekocht wurde auch separat wegen spezieller Fitness-Ernährung. Da wird man schnell zur Mecker-Tante, wenn es hinterher nicht wieder blitzt, wie Mutti es sich vorstellt.

Kurzum, der Sohn ist auch froh über seine eigenen vier Wände und das Verhältnis wesentlich entspannter.

Und noch was: ich habe jetzt meinen eigenen Kleiderschrank. Das ehemalige “Kinderzimmer” wurde zum Herrenzimmer umfunktioniert.  Mit allem, was der Herr begehrt, inklusive großem Fernseher und Relax-Sessel.  Ich habe darauf bestanden, dass der “Herr” einen  eigenen Kleiderschrank bekommt. Wir haben ja Platz ohne Ende 🙂

So ist das, wenn die Kinder flügge werden. Alles hat seine Zeit. Die Zeit war schön. Nun freue ich mich über die neue Freiheit und darüber, dass mich meine Kinder besuchen (und auch wieder gehen 🙂 )

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