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Und plötzlich ist der Kühlschrank leer

 

Wie ist das eigentlich, wenn die Kinder flügge werden?

Vor zwei Jahren hatte ich darüber berichtet. Da zog mein ältester Sohn aus dem Haus. Jetzt ist auch der “Kleine” ausgezogen. Leer ist es, das Hotel Mama. Und der Kühlschrank erst.

Wir sind uns in der letzten Zeit ein bisschen auf die Füße getreten. Es ist schon etwas schwierig, wenn man sich mit 4 Personen morgens ein kleines Bad teilen muss. Wieso 4 Personen, fragt ihr euch sicherlich. Die Freundin vom Sohn war oft über Nacht bei uns und auch am Wochenende. Wenn dann noch der andere Sohn mit Freundin zu Besuch ist, dann sind es schon mal 6 Leute. Es ist natürlich schön, wenn die Kinder da sind. Trotzdem freue ich mich, dass ich nach 27 Jahren die eigenen vier Wände nur noch mit meinem Mann teilen muss.

Es ist ja nicht nur das Bad, welches in Beschlag genommen wird. Der Kühlschrank war meistens proppenvoll. Zumindest hat das Kind sich selbst versorgt und auch seine Wäsche allein gewaschen. Gekocht wurde auch separat wegen spezieller Fitness-Ernährung. Da wird man schnell zur Mecker-Tante, wenn es hinterher nicht wieder blitzt, wie Mutti es sich vorstellt.

Kurzum, der Sohn ist auch froh über seine eigenen vier Wände und das Verhältnis wesentlich entspannter.

Und noch was: ich habe jetzt meinen eigenen Kleiderschrank. Das ehemalige “Kinderzimmer” wurde zum Herrenzimmer umfunktioniert.  Mit allem, was der Herr begehrt, inklusive großem Fernseher und Relax-Sessel.  Ich habe darauf bestanden, dass der “Herr” einen  eigenen Kleiderschrank bekommt. Wir haben ja Platz ohne Ende :)

So ist das, wenn die Kinder flügge werden. Alles hat seine Zeit. Die Zeit war schön. Nun freue ich mich über die neue Freiheit und darüber, dass mich meine Kinder besuchen (und auch wieder gehen :-) )

24 Antworten auf „Und plötzlich ist der Kühlschrank leer“

Jaaaaaa, das mit dem Kühlschrank ist mir auch aufgefallen – allerdings ist bei uns trotzdem noch ‘ne Menge zu essen da, weil ich ja sonst elendig verhungern müsste! ;)
Das Badproblem habe ich so nicht, da keine fremden Leute bei uns übernachten – vielleicht finde ich es deswegen auch schöner, wenn die Kinder bei uns sind – die Tochter ist es ja eh noch ein paar Tage bis zum Studienbeginn.
Eure Idee des Herrenzimmers finde ich klasse. Erinnert mich ein bisschen an den Loriot-Film “Pappa ante portas” – Zitat “„Sind hier denn überall in den Kellern Herren im Ruhestand?”.

Aber dass Du noch keinen eigenen Kleiderschrank hattest …? Ich hab’ sogar zwei – die sind auch voll. Wie machst Du das bloß?

LG und genieße Deine Freiheit. :)
Gunda

Ist schon angenehm, wenn die Kinder aus dem Haus sind, aber über jeden Besuch freut man sich und es ist tatsächlich so, dass man sich sozusagen auf den “Geist” geht……dann ist die Zeit reif für einen Auszug.

Liebe Grüße von Mathilda ♥

Liebe Sabine , Du schreibst grad meine/unsere Gedanken auf . Klar liebe ich meine/unsere Kinder . Aber so langsam möchte ich wieder nur ein Leben als Erwachsener leben . Und diese Gefühle können alle ohne Kinder gar nicht so nachvollziehen , Für uns ist das derzeit noch purer Luxus mal ganz ohne Kinder . Da der jüngste schon 15 ist , ist auch das nur noch eine Frage der Zeit , wann wir unser Haus für uns haben . Übrigens bin ich so an das Nähzimmer gekommen . Der große ist ausgezogen :)) Und er ist glücklich . Sind wir doch auch immer für unsere Kinder da :))
Hach ich freu mich schon

LG Heidi ( die Dir das neue Leben von Herzen gönnt )

Liebe Heidi, ich kann das gut nachvollziehen. Man kann auch für seine Kinder da sein, wenn sie nicht mehr Zuhause wohnen. Die Kinder finden es nämlich auch viel schöner, wenn keiner dazwischen funkt.

Meiner ist ja erst 14 Jahre alt, so dass ich unser Zusammensein natürlich noch genieße. Seine Badezimmer-Zeiten dehnen sich allerdings auch schon aus. Das Styling der Haare braucht seine Zeit ;-). Und, was den Kühlschrank betrifft. Ich bin wirklich überrascht, was mein Sohn seit der Pubertät alles verputzt. Und so schön schlank bleibt er dabei ;-). Würde ich die Mengen zu mir nehmen … Hm, ich wachse ja auch nicht mehr ;-).

Es freut mich aber für Dich, dass sich nun alles ein wenig entspannt hat.

LG
Ari

Ich genieße die Zeit in vollen Zügen. Manchmal frage ich mich jetzt schon, wo die die 14 Jahre geblieben sind. Am eigenen Kind merkt man doch, wie schnell die Jahre vergangen sind.

Hmmm… irgendwie mag ich da noch nicht dran denken. So wirklich.
Unser Kühlschrank ist aktuell zum Bersten voll. Getränke, Wurst, Saucen im Glas. Ich frage mich manchmal, wohin mit den Einkäufen.
LG Sunny

Hach, was freu ich mich drauf und habe gleichzeitig Angst davor ;)

LG

Ich kenne das so gut, vor zwei Jahren ist auch mein Sohn mit 20 Jahren ausgezogen und vorher schon mein älterer, ich muss aber sagen, dass es für mich schon sehr schwer war so alleine, natürlich mit Mann in unserem großen Haus zu sitzen, doch mit der Zeit habe wir es so richtig toll gefunden, nun ist es wieder so, dass mein Sohn mit Freundin fast jedes Wochenende zu uns auf Besuch kommen und mein Kühlschrank ist wieder voll und auch das ehemalige Kinderzimmer wird wieder genutzt und das finde ich schön!
Viele liebe Grüße
Alnis
http://alnisfescherblog.com

Tja, das kenne ich ja nur zu gut und gleich mal 3. ;-) Jetzt zieht der Mittlere wieder aus, nachdem er nochmal für über 1 Jahr eingezogen war. Hat nach Studienabschluß eine Arbeit gefunden. Ich fands schön, das Haus wird leer sein, uns eigentlich zu groß. Wir haben ja 2 Bäder, da war das kein Problem – auch mit Freundin/nen nicht und wir müssen auch nicht alle zur gleichen Zeit aus dem Haus.
Aber man hat natürlich auch wieder mehr Freiheiten … selbst wenn die “Kinder” längst erwachsen waren. ;-)
Meine haben sich auch weitgehend selbst versorgt, denn manchmal habe ich gern noch für alle gekocht, z.B. am Wochenende. Und wir haben derzeit noch 2 Kühlschränke. Alles ziemlich nervig, da vergisst man schon mal, was in dem einen, der im Keller steht, drin ist. Und das separate Kochen ist allerdings auch ein Kostenfaktor. Gabs bei uns früher so nicht. Waren halt andere Zeiten … Wobei wir an sich das Gleiche essen, alle vegetarisch und fitness orientiert, auch mein Mann. Nur die Zeiten stimmen nicht mehr für alle oder ich bin nicht da wenn “Kind” Hunger hat …
Mit der Sauberkeit hatte ich da kein Problem, meine waren recht ordentlich. Nur wenn die aus der Spülmaschine geräumten Teile nicht an ihrem Platz stehen, finde ich das schon ärgerlich, doch das kann auch mein Mann. ;-) Da hab’ ich gern MEINE Ordnung. :-)
Kleiderschränke haben wir übrigens schon lange zwei, alles andere würde nerven *lach* Trotzdem wünsche ich mir wieder weniger Platz, denn alles muß verwaltet, gereinigt usw. werden. Ich möchte lieber statt im Haus herumzupusseln mehr Kulturelles, unterwegs sein, auch Reisen, daher streben wir langfristig wieder eine Wohnung an (oder einen kleinen Bungalow), aber nicht unter 4 Zi. mit Gäste-WC und separater Dusche. Zum Alter hin ist zu viel Platz nur sinnvoll, wenn man eine feste Haushaltshilfe hat und keine Treppen im Haus. ;-) O.k. wir sind noch nicht alt … aber man muß doch schon dran denken, bei einem nächsten Umzug. Denn so oft will man schließlich nicht mehr umziehen.

Tss tss … was schreibe ich da – zur Zeit genieße ich eher meinen Garten und habe mich schon fast an das unselige Haus gewöhnt und an das triste Dorf ….(bin ja so gar kein Dorfmensch! Jedenfalls wenn es so ein kleines Kaff wie unseres ist)

Dann genieße Deine neue Freiheit – ich kann Dir sehr gut nachfühlen.

Liebe Grüße
Sara

Jetzt hatte ich dich irgendwie bei Bloglovin verloren und heute durch Zufall wiedergefunden.
Schön ;-) freut mich.
Auf diese wunderbare Freiheit, die dann irgendwann wieder kommen wird, freue ich mich schon.
Noch ist bei uns das Hotel komplett gebucht und das wird auch noch mindestens fünf Jahre so sein.
Sohn geht jetzt zur Fortbildung, dann Studium……bei der Tochter sieht es ähnlich aus.
Auch wenn ich beide sehr liebe freue ich mich schon darauf mal wieder mit meinem Mann allein leben zu dürfen :-)

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