Hörst Du schon oder rätst Du noch? Meine neue Lebensqualität mit Hörgeräten

Hörst Du schon oder rätst Du noch? Meine neue Lebensqualität mit Hörgeräten

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Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann es losging. Es begann vor etwa fünf Jahren.

Ich hatte seinerzeit mega Stress im Job. Ob es damit zusammenhängt, weiß ich nicht. Jetzt möchtest Du bestimmt wissen, worum es überhaupt geht in diesem Beitrag. Es geht um Hörverlust. In meinem Fall um schleichenden Hörverlust. Es gab dafür einen Auslöser. Stress. Ich kann es zwar nicht beweisen, aber ich glaube ganz fest daran.

Eines Tages bemerkte ich während einer besonders angespannten Situation im Büro eine Veränderung. Von einer Sekunde auf die andere begann ein merkwürdiger Druck im Kopf mit einem Rauschen und einem leichten Piepton in den Ohren. Ich nenne es einmal “Gehirnpiepen”. Anders kann ich es nicht beschreiben. Zunächst dachte ich, dieses Piepen würde sich von allein verabschieden. Tat es aber nicht. Da ahnte ich, dass es wohl eine Art von Tinnitus sein muss. Der Begriff war mir zumindest geläufig.

Was ist ein Tinnitus?

“Tinnitus aurium (lateinisch „Klingeln der Ohren“, von tinnīre, „klingeln“, auris „Ohr“),kurz: Tinnitus, bezeichnet ein Symptom, bei dem der Betroffene Geräusche wahrnimmt, denen keine äußeren Schallquellen zugeordnet werden können. Eine alternative Bezeichnung ist das Phantomgeräusch (englisch phantom noise).”

Quelle: Wikipedia

Ein Tinnitus kann unterschiedliche Ursachen haben. Oft geht ein Hörsturz voraus. Meist ein einseitiger, kurzfristiger und vollständiger Hörverlust. Das traf bei mir nicht zu. Ich hatte keinen plötzlichen Hörverlust.

Der Besuch beim HNO (Hals-Nasen-Ohrenarzt) brachte Klarheit. Ich litt bereits an einem leichten Hörverlust auf beiden Ohren. Nicht weiter schlimm bis dahin…

5 Jahre später – dauernd muss ich nachfragen

Wie bereits anfangs gesagt, entwickelte sich mein Hörverlust schleichend. Bereits vor einem Jahr erwähnte ich gegenüber meinem Mann, dass ich wohl dringend einen Folgetermin beim HNO bräuchte. Dauernd musste ich nachfragen, wenn er mich ansprach. Der Lautsprecher des Fernsehers wurde immer höher eingestellt.

Ein guter Freund von mir zeigte mir Anfang des Jahres seine Hörgeräte und war mega glücklich damit. Durch Zufall landete er im Internet auf der Seite von Audibene (darauf komme ich später noch). Der Freund litt schon länger (vermutlich berufsbedingt durch Lärm verursacht) an einem stärkeren Hörverlust. Letztendlich bekam er über Audibene die passenden Hörgeräte, die äußerlich kaum sichtbar waren. Hätter er mir nichts gesagt, hätte ich sie nicht bemerkt.

Das war für mich der Startschuss zum erneuten Besuch beim HNO. Tatsächlich stellte sich beim Hörtest heraus, dass sich mein Hörvermögen innerhalb der letzten 5 Jahre weiter verschlechtert hatte. Der Hörverlust liegt jetzt beidseitig bei ca. 20 bis 25 %. Was sich zunächst relativ gering anhört. Ist es aber nicht. Bei den hohen Frequenzen höre ich 15 % weniger. Der Sprachtest hat aber schlechtere Werte ergeben. Deshalb musste ich ständig nachfragen. Schwierigkeiten gibt es ebenfalls bei lauter Umgebung, wenn sich viele Menschen unterhalten.

Hörgeräte über Audibene

Mein Freund bezog seine Hörgeräte über Audibene (Werbelink). Dort gibt es die Option “Kunden werben Kunden”. Ist ganz einfach. Ich rufe dort an und sage, dass mich Herr oder Frau XY geworben hat. Dafür kassiert Herr oder Frau  XY für die Vermittlung eines Neukunden 100,00 €. Der Neukunde (in diesem Fall ich selbst) erhält ebenfalls einen Bonus von 100,00 €.

Audibene arbeitet mit führenden Hörgeräteherstellen aus Deutschland sowie Hörgeräteakustikern vor Ort zusammen. Testgeräte werden dort kostenlos zur Verfügung gestellt. Die gesamte Abwicklung (Terminabsprache für den ersten Termin mit dem Akustiker, Abrechnung mit der Krankenkasse etc.) übernimmt Audibene.

Wichtig: Wenn Du Hörgeräte benötigst und den Kundenbonus kassieren willst, rufe am besten unter der angegebenen Hotline-Nummer bei Audibene an und sage am Telefon, wer Dich geworben hat. Online funktioniert das nicht.

Hörverlust ist keine Frage des Alters

Richtig ist, dass das Hörvermögen mit dem Alter nachlassen kann. Falsch ist, dass dies nur alte Menschen betrifft. Auch in jungen Jahren können Hörverluste auftreten, beispielsweise durch einen Hörsturz, Tinnitus oder zu viel Lärm für die Ohren. Wer nach Wacken zum Metal-Festival ohne Ohrschutz fährt oder beruflich ständigem Lärm ausgesetzt ist, ohne das Gehör zu schützen, kann irreparable Hörschäden davontragen. Auch laute Musik über Kopfhörer kann auf Dauer schädlich sein.

Für welches Hörsystem habe ich mich entschieden

Während unsere Vorfahren noch Hörgeräte trugen, die schon von weitem sichtbar waren, hat sich die Technik heute glücklicherweise viel weiter entwickelt. Die Hörgeräte von heute sind mit den Ohrmuscheln von damals nicht mehr vergleichbar.

Es gibt unterschiedliche Hörsysteme und viele Anbieter für Hörgeräte.

Der wesentliche Unterschied besteht zwischen Hinter-dem-Ohr-Geräten (HdO) und Im-Ohr-Hörgeräten (IdO). Hinter-dem-Ohr-Geräte werden hinter das Ohr geklemmt. Das Signal wird vom Gerät über ein äußeres Kabel am Ohr in eine Art “Lautsprecher” geleitet, der im Gehörgang sitzt. Im-Ohr-Hörgeräte sitzen mitsamt der Technik direkt im Gehörgang – ähnlich wie beim Gehörschutz.

Die Preisklassen gehen von Basisgeräten bis zur Oberklasse. Welche Leistungen das Hörgerät bringen soll, hängt von den Bedürfnissen des Patienten ab. Welches letztendlich das Richtige ist, wird vor Ort beim Hörgeräteakustiker geprüft.

Mir ist wichtig, dass man die Dinger nicht auf Anhieb sieht. Nennen wir das Kind mal beim Namen. Solche sichtbaren “Klötze an den Ohren” mag ich nicht bei meiner Kurzhaarfrisur. Gleichzeitig sollen die Geräte eine gute Leistung bringen.

Ich entschied mich für das mit Batterien betriebene Hinter-dem-Ohr-Gerät Signia Ace von Siemens. Das Hörgerät ist sehr klein und nahezu unsichtbar. Schau mal genau auf mein Ohr. Du siehst nur ein kleines durchsichtiges Kabel an der Innenseite.

Wie bei vielen technischen Geräten bestimmt auch hier die Software den Preis. Die Unterschiede lässt Du Dir am besten von einer Fachkraft erklären. In meinen Geräten befinden sich vier Hörsituationen, die sowohl über die Hörgeräte selbst als auch über eine App im Smartphone gesteuert werden können.

Wann zahlt die Krankenkasse für Hörgeräte?

Momentan übernimmt die Krankenkasse einen bestimmten Anteil der Kosten für Hörgeräte, wenn der Hörverlust mindestens 20 % beträgt. Dafür benötigt man vom Hals-Nasen-Ohrenarzt die sogenannte Hörgeräteverordnung. Wenn Du ebenfalls unter Hörverlust leidest und wissen möchtest, ob ein Hörgerät erforderlich ist, solltest Du dies am besten beim Arzt abklären, bevor Du einen Hörgeräteakustiker aufsuchst.

Rechtzeitig mit Hörgeräten anfangen

Je eher Du einen Hörverlust durch Tragen von Hörgeräten abfängst, je geringer ist die Gefahr, dass sich der Zustand weiter verschlechtert. Dem Gehirn wird nämlich signalisiert, dass Du wieder gut hören kannst. So kann ein mögliches Fortschreiten von Hörverlust verhindert werden. Die Betonung liegt hier auf kann. Eine Garantie dafür gibt es nicht.

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Beitrag nicht um eine bezahlte Kooperation handelt. Ich teile dennoch gern meine Erfahrung mit meinen Lesern. Mir ist es wichtig, auf das Thema aufmerksam zu machen. Ähnlich wie bei den Wechseljahren sollte es kein Tabu sein.

Du kannst Dir gar nicht vorstellen wie schön es ist, wieder alles klar und deutlich zu hören. Eine neue Lebensqualität.

Sabine Gimm
Sabine Gimm

Autorin von Bling-Bling over 50

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36 Kommentare

  1. Tanja
    13. Juni 2019 / 7:02

    Hallo Sabine!

    Danke für diesen Beitrag.

    Ich selbst, trage seit 15 bzw. 13 Jahren Hörgeräte, wegen einer Innenohrschwerhörigkeit. Damals war ich gerade mal Mitte 30 und ich habe einige Zeit gebraucht mich mit dem Hörverlust und den Geräten zu arrangieren. Seiner Zeit bin ich meinem HNO auf den Leim gegangen, der nämlich einen Direktvertrieb für Hörgeräte in seiner Praxis beherbergte. Dort hat man mir eine Im-Ohr-Versorgung verpasst, was ich anfangs als sehr unangenehm empfand, weil ich meine eigenen Kaugeräusche gehört habe. Als das zweite Gerät angepasst wurde ging es besser. Allerdings gab es keinerlei Serviceleistungen rund um die Geräte, so dass diese bei Defekten jedesmal an den Hersteller eingeschickt werden mussten. Hierzu wurde dann seitens des HNO auch eine Überweisung von mir gefordert, damit diese Leistung abgerechnet werden konnte.
    Diese Zeit habe ich als Abzocke durch den HNO empfunden und bin mit der nächsten Verordnung zu einem lokalen Akkustiker gewechselt.
    Mittlerweile trage ich Hinter-dem-Ohr Geräte von Bernafon und bin sehr zufrieden. Ich habe sogar eine Freisprecheinrichtung, die direkt mit den Geräten via Bluetooth gekoppelt wird, an meinem Arbeitsplatz.
    Hörgeräte sind Hörhilfen und können zwar unterstützen, aber das natürliche Gehör keinesfalls ersetzen.

    Schön, dass Du mit Deinen Geräten gut versorgt und zufrieden bist.

    Viele Grüße von

    Tanja

    • 13. Juni 2019 / 8:34

      Danke für Deinen hilfreichen Kommentar liebe Tanja. Ich finde es immer schwierig, wenn Ärzte ihre eigenen Sachen verkaufen wollen. Insofern hast Du es richtig gemacht und bist zu einem anderen Anbieter gewechselt.

  2. 13. Juni 2019 / 7:49

    Klasse, dass Du darüber schreibst! Mal davon abgesehen, dass ich bei Deinem Foto erst reinzoomen musste, um das kleine durchsichtige Kabel zu sehen, finde ich die Hörqualität wichtiger als die Optik. Aber natürlich ist es noch schöner, wenn die Optik auch passt.

    Gerade nach so einem Tinitus gibt es oft Spätschäden. Ein Freund hatte das mit Ende 20 und war ein paare Jahre später auf einem Ohr fast taub. Dem wurde vor zwei Jahren hochkomplizert eine neues Gehör einoperiert mit krassen Nebenwirkungen. Ich kenne einige Menschen, die schlecht hören und den Gang zum HNO verweigern. Ich glaube, dass ist wie mit der ersten Lesebrille: Wenn man die Hilfe hat, will man sie nicht mehr missen.

    Das Thema gehört eindeutig aus der Tabu-Ecke raus. Möge Dein Beitrag dabei helfen!

    Ich freue mich für Dich, dass Du wieder gut hören kannst!

    • 13. Juni 2019 / 8:46

      Danke Dir liebe Ines. Ich bin froh, dass ich rechtzeitig mit den Hörgeräten angefangen habe. Ich kenne auch Menschen, die tragen ihre Brille nicht. Ich kann das nicht nachvollziehen. Da geht einem ein Stück Lebensqualität verloren.

  3. Grit
    13. Juni 2019 / 9:00

    Hallo liebe Sabine,
    die Technik wird immer weiter entwickelt und so kann man viele neue Dinge schon als kleine Sensation bezeichnen.
    Dein filigranes Hörgerät ist auf dem Bild fast gar nicht zu erkennen, nur bei genauerem Hinsehen, toll. Ein Stück mehr Lebensqualität hast Du dadurch auch neu hinzugewonnen. Mein Vati leidet seit vielen Jahren an Tinitus, es wurde schon sehr viel ausprobiert, wie z. B. Luftdruckkamner, Hörgerät mit einem Piepton, wo das eigentliche “Fiepen, Piepen” übertönt werden soll. Damit kam er nicht zurecht, weil er plötzlich 2 Töne hörte. Gegen Tinitus kann wahrscheinlich nur im Andangsstadium was unternommen werden, so der Arzt.
    Einen schönen, Donnerstag und viele Grüße!
    Grit

    • 13. Juni 2019 / 9:32

      Den Tinnitus “übertönen” wollte ich auch nicht. Das war noch unangenehmer. Ich bin froh, dass es sich in Grenzen hält und dass der Hörverlust (noch) nicht so hoch ist.

  4. 13. Juni 2019 / 11:10

    Hey, danke für den Tipp. Noch ist es bei mir nicht soweit, aber man weiss ja nie und es ist interessant wie sich die Technik entwickelt!
    Liebe Grüße!

    • 13. Juni 2019 / 11:22

      Ablosut liebe Jenny. Wer weiß. Vielleicht bleibst Du davon verschont :)

  5. 13. Juni 2019 / 14:23

    Das tolle an dieser Technik ist, dass der Fernseher leiser ist und man den Partner nicht immer “anschreihen” muss. :-). Bei der großen Auswahl an >hinter und im Ohr< Geräten hat man alle Möglichkeiten und ich denke man sollte sie so selbstbewußt tragen wie Brillen. Also, auf gute Verständigung!
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • 13. Juni 2019 / 20:27

      Das sehe (bzw. höre) ich auch so liebe Claudia. Wobei man die Hörgeräte nicht unbedingt sieht auf den ersten Blick.

  6. Tina von Tinaspinkfriday
    13. Juni 2019 / 14:56

    Ein wichtiges Thema. Und so klein. Ich musste Dein Foto größer ziehen am Ipad und hatte ja auch live schon das Vergnügen Deine Hörgeräte zu sehen. Wobei kaum was zu sehen ist.
    Bei der Ursache Stress bin ich ganz bei Dir. Ich bin der Meinung das kann durchaus sein.
    Ich höre gut, nur manchmal kann ich Nebengeräusche etc. nicht ausblenden und mein Gehör konzentriert dich aufs Falsche. Weiss nicht wie ichbes brschreiben soll. Ich höre dann die Nebengeräusche besser als das was ich hören soll. Wahrscheinlich eine Konzentrationssache.
    Musstest Du dazuzahlen? Oder übernimmt die Krankenkasse alle Kosten?
    Liebe Grüße Tina

    • 13. Juni 2019 / 20:29

      So ging es mir auch. Die Nebengeräusche nahmen überhand. Bei meinen Hörgeräten übernimmt die Krankenkasse nicht alle Kosten.

  7. 13. Juni 2019 / 16:45

    Eine Studienkollegin und langjährige Freundin von mir, habe zu beginn des Studiums schon immer gesagt, sie würde schwer hören. Das hat bei ihr in der Pubertät angefangen. Damals vermutete man häufige Ohrenentzündungen als Auslöser. Es dauerte nicht lang und ihr Vater spendierte ihr Innenohrhörgeräte, weil es ihr einfach peinlich war, dem Ausbilder immer zu fragen:”Können Sie das bitte nochmal fragen, ich habe sie nicht richtig verstanden.”
    Das lief bis sie so 26 war recht gut. Dann setzte sie die Pille ab und wurde schwanger. Und dann ging der Zauber erst richtig los. Ohrgeräusche, Pfeifen. Kaum war das Kind auf der Welt war sie im Krankenhaus, wurde mit Cortison und Druckkammertherapie auf Hörsturz behandelt. Von dem keiner wusste, woher der gekommen sein sollte.
    Über viele Umwege und die Tinitusliga fand man dann heraus, dass sie an Otosklerose, einer hormonellbedingten Verknöcherung des Mittelohrs leidet. Eigentlich hätte sie kein 2. Mal schwager werden sollen, aber da war sies schon. Und das andere Ohr durchlief die selbe Prozedur. Seit vielen Jahren besitzt sie CIs (Implantate) ohne die sie völlig Taub wäre.
    Mein Appell. Schützt Eure Ohren und geht lieber zu verschiedenen Ärzten, das Ohr ist noch so unerforscht und im Frühstadion kann man viel tun.
    BG Sunny

    • 13. Juni 2019 / 20:33

      Das ist natürlich ein unschöner Leidensweg Deiner Freundin. Ich würde im Zweifelsfall ebenfalls eine zweite Meinung einholen. Auf der anderen Seite sollte ein Ohrenarzt eine solche Erkrankung schon erkennen oder eine Patientin weiter überweisen. Manche Diagnosen sind halt schwierig zu stellen.

  8. 13. Juni 2019 / 20:42

    Beide Daumen hoch für deinen Beitrag.
    Bei mir geht es noch, nur der Ingenieur nuschelt oft, da muss ich dann doch nachfragen.
    Lieben Gruß
    Ilka

    • 13. Juni 2019 / 23:39

      Wenn’s nur einer ist, bei dem Du nachfragen musst, geht es wohl noch liebe Ilka.

  9. 14. Juni 2019 / 7:59

    Würde ich, wenn ich es merken/brauchen würde, auch sofort machen. Finde es auch gut wenn man dazu steht und wie du auch darüber berichtest. Es kann jedem Menschen passieren, meist ja oft auch wenn man alt wird bzw. wird. So würde meine Mutti sich sträuben, auch wenn sie schon schlechter hört. So nach dem Motto : “Um Himmles Willen, ein Hörgerät, sowas brauche ich doch nicht”

    Dabei gibt es doch schon solch schöne Geräte, wie man auch bei dir sieht bzw. nicht sieht, denn auch ich kann im ersten Moment gar nix sehen.

    Liebe Grüsse

    N☼va

    • 14. Juni 2019 / 8:37

      Die Geräte sind heut zu Tage echt spitze. Ich kann aber die ältere Generation (wie Deine Mutter) verstehen. “Sowas” braucht man nicht. Ich bin froh, dass ich die Hörgeräte habe :)

  10. 14. Juni 2019 / 12:54

    Liebe Sabine, unglaublich, man sieht die Geräte praktisch wirklich nicht! Danke für Deinen ehrlichen Bericht. Ich finde es gut, dass Du so bewusst mit Deinem nachlassenden Hörvermögen umgehst und Dir auch entsprechende Unterstützung geholt hast. Dein Erfahrungsbericht zeigt einmal mehr, dass man niemals die Flinte ins Korn werfen sollte.
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

    • 14. Juni 2019 / 13:30

      Das stimmt liebe Rena. Ich habe mich inzwischen so daran gewöhnt, dass ich die Geräte kaum noch merke.

  11. 14. Juni 2019 / 17:16

    Liebe Sabine,

    finde ich toll, dass du diesen Beitrag hier verfasst hast und umfassend über Hörgeräte und deine Erfahrungen berichtest.
    Ich trage seit 20 Jahren schon Hörgeräte und leide nach 3 Ohr OPs rechts wegen Otosklerose, alle OPs liefen schief, an einer inzwischen kombinierten Schwerhörigkeit. Nach einigen Jahren begann auch auf dem linken Ohr der Hörverlust, ebenfalls auch mit einer sich gebildeten Otosklerose, aber ich ließ mich nicht mehr operieren.

    Froh bin ich, dass es inzwischen doch sehr gute Hörgeräte gibt, die die Lebensqualität enorm verbessern.
    Beim Hörgerät muss ich allerdings für gutes Hören zu einem Mercedes greifen, hat aber auch den Vorteil, dass diese dann blue tooth fähig sind und dadurch Telefonieren und TV-Schauen noch verbessert werden.

    Den Mann im Ohr oder besser gesagt im Kopf, den habe ich auch. Nach der 2. Ohr OP stellte sich ein Tinnitus ein, ich höre quasi mein Innenleben, Blut rauschen, auch Atmung als Geräusch im Kopf wahr.

    Sunny berichtet ja etwas Ähnliches von einer Studienkollegin in Bezug auf Otosklerose.

    Man ging lange davon aus, dass Frauen dies hauptsächlich in der Schwangerschaft entwickeln, aber bewiesen ist das nicht, denn auch Männer sind davon betroffen.
    Der 1. HNO-Arzt seinerzeit diagnostiziert auch Hörsturz, war es nicht und alle Therapien schlugen fehl, so dass ich mich seinerzeit entschied, einen 2. HNO-Arzt zu Rate zu ziehen. Er tippte sofort auf Otosklerose, was ein CT dann auch bestätigte.
    Normalerweise liegen die Chancen recht gut, durch Einsetzen einer Stapesplastik das Hörvermögen wieder gut herzustellen, sollte bei mir halt nicht sein. Da lief alles schief, was nur schief laufen kann.
    Angeblich soll es nur in 3 % der Fälle zu Komplikationen kommen. Diese Zahl ist schlichtweg falsch, was mir später drei bedeutende HNO-Professoren in Deutschland bestätigten. Sie liegt bei über 30 %.

    Nun ja, ändern kann ich nichts mehr und bin heute dankbar, dass die Technik auf dem Gebiet der Hörgeräte auch weiter geht.

    Es ist gut, dass du den Schritt zum HNO-Arzt gemacht und dich für Hörgeräte entschieden hast, denn wichtig ist es, sich frühzeitig an sie zu gewöhnen. Im späteren Alter wird es immer schwieriger.

    Ganz liebe Grüße und ich wünsche dir ein schönes Wochenende
    Christa

    • 15. Juni 2019 / 2:08

      Danke für Deinen ausführlichen und informativen Kommentar liebe Christa. Ich denke, dieser wird vielen Lesern helfen, wenn sie unsicher sind. Es ist gut, dass Du eine zweite Meinung eingeholt hast und zumindest mit den Hörgeräten klar kommst. Für richtig gute Geräte kann man schon ein Vermögen ausgeben. Die Investition lohnt sich allemal. Mein Ohrenarzt sagte mir ebenfalls, dass es besser ist, sich rechtzeitig mit Hörgeräten zu bestücken. Mit 80 wird es schwierig, sich daran zu gewöhnen.

  12. 15. Juni 2019 / 8:30

    Wie schön, dass Du darüber so offen schreibst. Bei Hörgeräten hat sich in den letzten Jahren wirklich viel getan. Sie sind so unauffällig geworden. Bei Dir musste ich mehrmals hinsehen, um sie überhaupt zu erkennen. Toll, dass Du Dich hast untersuchen lassen und Dich für ein Hörgerät entschieden hast. Das ist wirklich Lebensqualität.
    LG
    Ari

    • 15. Juni 2019 / 22:19

      Das ist es wirklich liebe Ari. Ich merke die Hörgeräte kaum noch.

  13. 15. Juni 2019 / 16:08

    Liebe Sabine,
    toll, dass Du so offen darüber schreibst. Noch höre ich recht gut, aber in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis gibt es sehr viele, die unter ähnlichen Beschwerden leiden. Ich werde die neuen Erkenntnisse gerne weiter geben. Zum Glück gibt es mittlerweile so tolle Möglichkeiten und warum soll man leiden.

    Liebe Grüße,
    Nadine

    • 15. Juni 2019 / 22:21

      Danke Dir liebe Nadine. Genau das ist mein Anliegen. Es muss niemand vor Hörgeräten Angst haben. Im Gegenteil. Sie sind eine echte Bereicherung.

  14. LoveT.
    15. Juni 2019 / 22:47

    Das Gerät ist tatsächlich nicht zu sehen, toll das es das in so einer Variante gibt. Auch das Kabel ist fast unsichtbar und nur zu sehen, wenn man weiß das man danach schauen soll. Finde es toll das du einen Artikel dazu geschrieben hast <3 Schön das du damit auch so zufrieden bist. :)

    Liebe Grüße!

    • 16. Juni 2019 / 2:31

      Darüber bin ich auch froh liebe Andrea. Es ist wirklich nicht zu sehen.

  15. 16. Juni 2019 / 13:15

    Liebe Sabine, mein Papa kennt das Thema auch sehr gut. Und er sagt immer es ist Lebensqualität zu verstehen was jemand zu ihm sagt. Ich finde es toll, dass solche Geräte das gute hören unterstützen und wieder verbessern.
    Viele Grüße Ela

    • 16. Juni 2019 / 13:17

      Viele Grüße an Deinen Papa liebe Ela. Er hat völlig recht :)

  16. 18. Juni 2019 / 17:56

    Liebe Sabine, ich glaube auch fest daran, dass Stress ein Auslöser für Hörverlust sein kann. Das, was ich im Vorjahr im Büro hatte und was letztendlich EIN Baustein zu meiner Pensionierung war, war ein kurzfristiger – ich sag mal FAST-totaler – Hörverlust. Ob es wirklich ein Hörsturz war, weiß ich nicht, diese Bezeichnung ist jedenfalls bei meiner Hausärztin gefallen. Ich hätte das Gefühl, dass sich etwas wie eine Glocke über meinen Kopf stülpt und dass ich nichts mehr höre außer einem Rauschen innendrin. Ich zog mich aufs WC zurück, um mich zu “sammeln” und hatte danach wochenlang noch das, was man wohl einen Tinnitus nennt – mal stärker, mal schwächer, je nachdem, wie gut es mir seelisch ging. Ohne Tinnitus höre und hörte ich übrigens immer wie ein Luchs. Durch meinen Krankenstand und die Ruhestandsversetzung hat sich das alles wieder beruhigt und ich höre nun wieder gut, solange ich von niemandem gestresst werde (denn irgendwas macht in mir dann “klick” und dann muss ich auch dauernd nachfragen…) aber falls dem nicht so wäre, würde ich nicht zögern, mir auch so ein tolles, fast unsichtbares Gerät zuzulegen. WIe du ja (glaube ich) weißt, hat Edi auch ein ähnliches Hörgerät.
    Alles Liebe, Traude

    • 18. Juni 2019 / 23:15

      Ganz so schlimm war es bei meiner akuten Situation nicht liebe Traude. Trotzdem versuche ich seitdem, Stress möglichst zu meiden. Ich merke auch, dass mein Gehör in solchen Situationen nachlässt und ich mich nicht so gut konzentrieren kann. Insofern sind die Hörgeräte – wie sicherlich auch bei Edi – eine Bereicherung. Bin jedenfalls sehr zufrieden damit.

  17. Bluhnah
    20. Juni 2019 / 22:50

    Super, wie natürlich du mit diesem Thema umgehst.
    Mein HNO meint, ich würde altersgerecht hören.
    Ich muss allerdings auch ständig nachfragen, vielleicht sollte ich den Arzt wechseln…

    • 21. Juni 2019 / 7:54

      Ich würde mir zumindest eine zweite Meinung einholen. Was heißt “altersgerechtes Hören”? Die Krankenkasse zahlt ab 20 % Hörverlust einen Zuschuss.

  18. 27. Juni 2019 / 1:36

    :-) Liebe Sabine,
    bilde ich es mir ein, oder wird momentan vermehrt Werbung für gute Hörgeräte gemacht? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich viele Menschen mit diesen winzig kleinen Hörgeräten sehe…kann natürlich Einbildung sein.
    Danke, dass Du das Thema aufgreifst! Information ist alles! Und wenn sie von einem Betroffenen kommt ist sie um ein Vielfaches glaubhafter, als wenn ein Hörgeräte-Akustiker sich darüber äußert.
    Deine Geräte sind schön klein. Gut, dass Du damit so gut zurecht kommst und wieder gut hören kannst!
    Liebe Grüße
    Claudia :-)

    • 27. Juni 2019 / 8:21

      Nein, das bildest Du Dir nicht ein liebe Claudia. Die Werbung für Hörgeräte kommt überall verstärkt. Ich finde das gut. Ähnlich wie bei einer Brille sollte es selbstverständlich werden, Hörgeräte zu tragen, wenn man sie braucht. Ich bin mit meinen sehr zufrieden.

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