Die norddeutsche Fashionista ist gar nicht auf Sommerkleidung für die momentane Hitze eingstellt. Dementsprechend mager fällt die Auswahl luftiger Kleidung bei mir aus. Das heißt, ich musste mich erstmal eindecken. Dank der vielen SALE-Angebote wird man zurzeit schnell fündig. Nun bin ich ja figurmäßig nicht so gesegnet, dass ich im Sommer allzu luftige Kleidung tragen mag. Ein lockeres T-Shirt zusammen mit einer Culotte geht aber immer.

Mir gefiel der blaue Hosenrock mit den rosa und weißen Seitenstreifen auf Anhieb. Ein passendes sehr leichtes Shirt aus Baumwolle dazu macht das Sommeroutfit komplett. Allerdings bin ich mit der Länge der Culotte nicht zufrieden. Insgesamt ist das Teil im Bund ein wenig zu weit und an den Beinen zu lang. Eine Nummer kleiner war nicht mehr vorhanden und der Schnäppchenpreis von 25,95 € an dem Tag nicht zu schlagen.

Das heißt, ich werde zum Schneider meines Vertrauens gehen. Vermutlich wird die Änderung fast so teuer wie der Kaufpreis. Immerhin betrug der ursprüngliche Preis einmal 89,95 €. Also kann ich die Änderung verschmerzen.

Wenn Du auf das Bild klickst, siehst Du, dass das Teil am Model knöchellang ist. Über die endgültige Länge für mich bin ich mir noch nicht schlüssig. Was meinst Du? Würdest Du den Charakter einer 3/4 Hose beibehalten, oder auf Rocklänge (kniebedeckt) kürzen?

Ich muss zugeben, dass mir die Hitze körperlich ganz schön zu schaffen macht. Auch wenn ich ein großer Freund des Sommers bin, komme ich langsam an meine Grenzen. Daher kann ich mich glücklich schätzen, dass ich ins Homeoffice ausweichen kann, wenn es mir im Büro zu heiß wird. Mittags halte ich Siesta (eine Angewohnheit von mir schon seit vielen Jahren). Aktivitäten werden – wenn überhaupt – auf die Abendstunden verlegt oder morgens erledigt.

Am Sonntag Vormittag war ich ganz allein in der Stadt unterwegs. Es war zunächst ein wenig bewölkt und nicht ganz so heiß. Ich habe sogar ein schattiges Plätzchen für meine Selfies gefunden. In der Stadt stört sich niemand daran, wenn jemand mit dem Stativ unterwegs ist und sich selbst fotografiert. In meinem kleinen Kleckerdorf (okay, es ist ein größerer Vorort) fühle ich mich beobachtet. Und ich werde tatsächlich auch von Nachbarn, Kollegen und Freunden gesehen, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit Selfies mit dem Handy mache oder Fotos vor der Haustür. Big Brother is watching you. Aber egal. Langsam werde ich mutig und traue mich auf die Straße.