Wenn es um den Haarschnitt geht, sollte man wählerisch sein. Vor allem ein kurzer Haarschnitt (Pixie Cut) erfordert viel Präzision und Können. Haare schneidet man nicht einfach so zack zack. Haare schneiden ist Kunst und erfordert Geschick. Mehr als einmal sah ich nach dem Frisörbesuch aus wie ein gerupftes Huhn.

Drücke ich mich falsch aus, wenn ich meine Wünsche äußere?

Was ist ein asymmetrischer Haarschnitt?

Also, ich sage ganz klar, was ich will. Seiten und Nacken kurz (12 mm). Die Haare sollen asymmetrisch geschnitten werden. Auf der einen Seite kurz, die andere Seite länger, fransig geschnitten. Der Pony ebenfalls schräg. Insgesamt einen guten Zentimeter kürzer.

So sah meine Frisur vorher aus.

Welcher Frisör ist der richtige?

Viele Jahre ging ich zu einem Frisör, bei dem ich einen Termin vereinbaren konnte. Ein kleiner Salon mit fähigem Personal. Ich vereinbarte immer gleich einen neuen Termin im 6-Wochen Rhythmus. Da meine Haare schon immer kurz waren, müssen sie regelmäßig geschnitten werden.

Irgendwann klappte es nicht mehr mit den Terminen. Es war schwierig, innerhalb von 6 Wochen einen zu bekommen, weil der Salon gut ausgebucht war. Der Vorteil: Wenn ich “dran” war, kümmerte man sich nur um mich. Aber ich möchte dann zum Frisör gehen, wenn es MIR passt.

Also suchte ich mir einen Salon ohne Terminvergabe. Manchmal ist es dort allerdings so voll, dass man entweder eine Nummer mitbekommt und nach einer Zeit wiederkommt (das kann schon mal eine Stunde oder länger dauern). Was auch blöd ist: “Tut mir leid, heute wird das nichts mehr!” Außerdem gerät man immer wieder an eine andere Person – je nachdem, wer gerade Zeit hat.

So war es letzten Samstag. Ich hätte 2 1/2 Stunden Wartezeit überbrücken müssen. Das ist mir eindeutig zu lang. Daher machte ich mich auf den Weg zu einem anderen Frisör ohne Terminvergabe. Kiels Innenstadt hat in dieser Hinsicht genug Auswahl.

Ich hatte Glück. Es war niemand vor mir, der wartete. Nach 1/2 Stunde kam ich an die Reihe.

Ich merkte sofort, das Mädel ist ein wenig unaufmerksam. Sie hörte ständig anderen Gesprächen zu und ließ sich ablenken. Ich erklärte ihr, wie sie die Haare schneiden soll – siehe oben.

Sie fragte alle 5 Minuten nach, was sie machen soll. Als sie sagte: “Ich darf aber nicht so viel abschneiden, oder?” antwortete ich: “Naja, es ist jetzt etwa 8 Wochen her, also kann ein guter Zentimeter runter.”

Als sie fertig war mit dem Schnitt stellte ich fest, dass die rechte Seite (von Dir aus gesehen links) viel länger war als die linke. Dabei sollte es genau andersrum sein. Also musste sie noch einmal nachschneiden. Außerdem ist das Haar insgesamt wesentlich mehr als 1 cm kürzer und der Schnitt teilweise unsauber.

Jetzt weißt Du, wie ein gerupftes Huhn aussieht!

Fazit: Da muss ich jetzt durch. Das nächste Mal gehe ich wieder zum “Fachmann”.

Hast Du schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Hast Du einen Lieblings-Frisör? Was hältst Du von Frisörketten?

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