Urlaub ist schön! Vor allem, wenn die Sonne scheint. Deshalb habe ich gestern für meine Outfit-Fotos ganz spontan einen kleinen Streifzug durch den Wald gemacht. Der ist nämlich fast vor meiner Tür.

Der Wald in unserem Ort verbindet zwei Ortsteile miteinander. Hier herrscht reger Verkehr. Die Schüler benutzen ihn als Schulweg. Oft trifft man Spaziergänger mit Hunden, Jogger und Radfahrer. Obwohl ich den Wald liebe bin ich dort nicht gern allein unterwegs. Mir ist es einfach unheimlich als Frau allein im Wald. In dieser Hinsicht bin ich echt ein kleiner Schisser. Und das hat einen Grund:

Top: Asos – Hose: Topvintage: Tasche: Kipling – Schuhe: Gabor – Uhr: Mody Watch – Ohrringe: selfmade

Als junge Frau fuhr ich jeden Morgen mit dem Bus zur Arbeit. In dem Bus fuhr ebenfalls ein etwas dicklicher älterer Herr mit, der an der gleichen Haltestelle aussteigen musste wie ich. Eigentlich hätten sich hier unsere Wege getrennt. Aber dieser besagte “Herr” kam mir mehr als einmal hinterher. Glücklicherweise arbeitete ich in einer belebten Gegend, sodass ich nie mit ihm alleine war. Sobald ich um die finale Ecke bog machte er kehrt.

Eines Tages war der dicke Mann aus dem Bus verschwunden. Vermutlich in Rente.

Seit dieser Zeit leide ich etwas an Verfolgungswahn. Überall dort, wo außer mir niemand ist, fühle ich mich mulmig. Auch im Dunkeln bin ich nicht gern allein draußen auf einsamen Wegen.

Karo oder Streifen?

Aber heute geht es ja nicht um Verfolgungswahn, sondern um die #Themenwoche gestreift unterwegs. Streifen müssen nicht zwangsläufig in einer Reihe längs oder quer angeordnet sein. Es geht auch durcheinander. In meinem Oberteil sind unterschiedliche Streifen versteckt. Dicke Längs- und Querstreifen sowie dünne Längs- und Querstreifen. Daraus ergeben sich Karomuster. Mir gefällt das richtig gut.

Zu dem Shirt trage ich eine weite Marlenehose im Matrosenlook. Die Farbtupfer sind pink.

Ich war im Wald übrigens nicht allein. Einige Landschaftsplfeger fuhren mit ihrem Fahrzeug vorbei. Außerdem begegnete ich einigen jungen ausländischen Frauen, die mit einem Kinderwagen unterwegs waren. Sie waren ganz fasziniert von meiner Kamera auf dem Stativ und dem Fernauslöser und sahen mir eine Weile beim Fotoshooting zu. Das Ergebnis habe ich ihnen gezeigt. Vielleicht sollte ich öfters in den Wald gehen.