Den einen oder anderen Leser mag es verwunderlich erscheinen: Ich liebe den Geruch von Baumärkten und Möbelhäusern. Im Baumarkt halte ich mich am liebsten in der Holzabteilung auf und bei den Farben und Tapeten. Im Möbelhaus jeder Art kann ich stundenlang schlendern, schauen und ausprobieren. Mein Mann muss viel Geduld aufbringen.

Seit 14 Jahren war mein Wohnzimmerschrank ein Provisorium. Meine Wohnwand von Ikea passte gut in die alte Wohnung. Im neuen (ziemlich alten) Haus passte es von der Höhe nicht. Die Elemente standen ohne Füße. Die Holzdielen geben nach. So war es nur eine Frage der Zeit, dass sich das ganze System verzieht. Der ein oder andere Kratzer kam dazu.

Es war Zeit für etwas Neues.

Mehrere Monate schauten wir nach einer Schrankwand – im Internet und in Möbelhäusern. Ich hatte eine Vorstellung.

Moderner skandinavischer Landhaus-Stil – ganz in Weiß. Die meisten Komplettbausätze passten entweder von der Höhe nicht (Deckenhöhe 216 cm), oder sie entsprachen von der Aufteilung nicht meinen Vorstellungen. Ich wollte in der Mitte eine Vitrine mit Glastüren (hatte ich vorher), ansonsten viel Stauraum.

Der Traumschrank fand sich in einem Möbelgeschäft ganz in der Nähe. Beim Kostenvoranschlag hatte sich die Dame allerdings ziemlich verrechnet. Der Preis unbezahlbar.

Wer mich kennt, der weiß: Sabine gibt nicht auf. Gleich am ersten Urlaubstag Anfang August suchten wir ein anderes Möbelgeschäft in der Nähe auf. Ich war in Verhandlungslaune. Der Verkäufer anscheinend in Verkaufslaune. Jedenfalls wurden wir uns schnell einig. Der Preis unschlagbar.

Bei dem neuen Schrank handelt es sich um ein Baukastensystem. Die Elemente werden individuell zusammengestellt.

Vor der Lieferung gab es noch einiges zu tun. Die Wand, an der der Schrank stehen soll, war weiß. Das passt natürlich nicht zu einem weißen Schrank. Die neue Farbe von Schöner Wohnen heißt “Rock”, ein dunkles Steingrau.

Einen Tag nach meinem Geburtstag wurde das gute Stück endlich geliefert. Der Schrank besteht aus drei Teilen, die miteinander verschraubt werden. Die Füße sind nicht sichtbar, weil sie von Sockelleisten verdeckt sind. Der große Vorteil ist, dass hier justiert werden kann.

Schrankelemente: Maison Maisonette von Wehrsdorfer

Ich bin so Detail verliebt und freue mich besonders über die beleuchtete Vitrine mit LED-Lichtern. Da der Schrank ausschließlich Geschirr beherbergt (Wohn-Essbereich), sind in der Vitrine die schönsten Gläser ausgestellt.

Der alte Schrank hatte insgesamt 6 Schubladen, der neue nur noch zwei. Daher kauften wir für “Krimskrams” Körbe, um die Übersicht zu behalten.

Der untere Teil im mittleren Element ist offen. Hier tragen Flechtkörbe zur Auflockerung bei. Kerzen und Teelichte sind jederzeit griffbereit. Schön in der dunklen Jahreszeit. Findet Kater Jake übrigens ziemlich interessant.

Ich liebe stimmungsvolles Licht. Eine neue Lampe von Ikea auf der Fensterbank im nostalgischen Stil sorgt dafür.

Heute schöner Wohnen statt Fashion.

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