Verwaiste Innenstädte – was macht sie unattraktiv?

Verwaiste Innenstädte – was macht sie unattraktiv?

Es ist wie in einer Geisterstadt. Wenn Du in Kiel von der Holstenbrücke Richtung Alter Markt gehst, ist es wie ausgestorben. Viele leere Geschäfte. Meine Freundin wollte in einem bekannten Schuhgeschäft am Alten Markt Schuhe fürs Enkelkind kaufen. Kinderschuhe gibt es dort nicht. Anscheinend ist die Nachfrage zu gering. Vor kurzem machte nicht nur ein lang eingesessenes Schuhgeschäft dicht. Auch ein Herrenausstatter mit Tradition schloss seine Pforten.

Blick Richtung Holstenbrücke – rechts geht es zum Alten Markt

Die Einkaufsmeile in Kiels Innenstadt zieht sich in die Länge. Sie reicht vom Sophienhof am Bahnhof bis zum Alten Markt. Als ich von Schleswig in die Nähe von Kiel zog, fand ich die Stadt kalt und hässlich. Mittlerweile habe ich mich an den Anblick gewöhnt. Es gibt viele schöne Ecken in Kiel. Die Innenstadt wurde lange vernachlässigt.

Natürlich hat es die Stadt im zweiten Weltkrieg hart getroffen. Vor allem die Altstadt war nach den Bombenangriffen weitestgehend zerstört. So findet man mitten im Zentrum kaum noch historische Gebäude, sondern viel Beton.

Außerhalb der Innenstadt entstand vor 11 Jahren der Citti-Park, ein Einkaufszentrum über zwei Ebenen mit kostenlosen Parkplätzen. Das lockt die Besucher anscheinend mehr als die öde Innenstadt. Vom Kieler Hauptbahnhof gibt es eine direkte Busverbindung dorthin. So kommen nicht nur Touristen von den Fähranlegern bequem zum Citti-Park.

Was macht shoppen in der Kieler Innenstadt unattraktiv?

Marke Einheitsbrei

Das muss ganz klar gesagt werden. In der Kieler Innenstadt gibt es nur wenige individuelle Geschäfte. Wenn überhaupt, halten sich die Großen, die man in jeder Stadt findet. Ich nenne hier absichtlich keine Namen. Vielleicht liegt es daran, dass es in Kiel keine kleinen Gassen gibt, in denen etwas zu entdecken ist – wie beispielsweise in Flensburg oder Bremen. Wenn ich nicht einmal einen “Friesennerz” für Erwachsene in den Geschäften finde, ist das schon traurig.

Schlechte Verkehrsanbindung

Autofahrer haben zu Stoßzeiten Mühe, einen Parkplatz zu finden. Wenn, dann ist das teuer. Die Busverbindungen aus dem Umland gehen einigermaßen. Es dauert, bis man in der Stadt ist. Hier hat sich bereits einiges getan. Das Problem ist die Fahrt über den Nord-Ostsee-Kanal. U- und S-Bahn würde hier nicht funktionieren. Die Kieler Straßenbahn gibt es seit Mai 1985 nicht mehr.

Für eine einfache Busfahrt von meinem Ort in die Kieler Innenstadt zahle ich zurzeit 2,80 €. Ein Mehrfahrtenschein ist nicht wesentlich günstiger.

Es tut sich was im Paradies

Kiels Innenstadt soll endlich attraktiver werden. Die Bereiche Berliner Platz und Holstenbrücke rund um den Kleinen Kiel werden momentan grundlegend ausgebaut. Es soll ein Kanal entstehen (Kleiner Kiel-Kanal), der bis fast an den Kleinen Kiel heran reicht. Momentan ist es ziemlich ungemütlich. Überall Baufahrzeuge und Lärm. Alte und neuere Gebäude wurden abgerissen.

Der gesamte Bereich ist für Autofahrer gesperrt. Zukünftig wird es nur noch Busverkehr an der Holstenbrücke geben. Für Ende 2019 ist die Fertigstellung geplant.

Leere Geschäfte in Kiel rund um den Alten Markt und an der Holstenbrücke

Ich bin ziemlich gespannt auf das Ergebnis der Baumaßnahmen. Es geht nicht nur darum, möglichst komfortabel einzukaufen.

Es geht vielmehr darum, dass man sich in der Innenstadt von Kiel gern aufhält – bei einer Tasse Kaffee oder anderen Aktivitäten.

Blick auf den Alten Markt

Verwaiste Innenstädte findet man immer mehr. Kleinstädte und kleine Ortschaften trifft es noch viel härter. Und es liegt nicht nur am Online-Boom. Die Menschen haben heute andere Bedürfnisse. Sie wollen eine zentrale Stelle, an der sie alles bekommen, was das Herz begehrt.

Was meinst Du? Was macht eine attraktive Innenstadt aus?

52 Kommentare

  1. 12. Oktober 2017 / 6:38

    Wie du schon geschrieben hast…es muss einfach ansprechend sein, Möglickeiten zu verweilen und vor allem auch Abwechslung. Ich kenne noch aus D. Kleinstädte in denen plötzlich in einer Strasse jedes zweite Geschäft ein Handyladen gewesen ist. Wer bitte braucht sowas. Die Stadtväter sollten sich bemühen gerade auch alt eingesessene Geschäfte zu binden und wenn es mit Fördergeldern für die Erhaltung ist, gerade in der Zeit wo der Onlinehandel boomt.

    Wie du weisst bin ich da ziemlich “altmodisch”, ich möchte sehen, fühlen und dann kaufen. Das gefällt mir einfach besser, zudem unterstütze ich die Unternehmer und ich brauche mich eventuell nicht mit dem Zoll rumärgern oder kann bei Reklamationen direkt vor Ort regeln.

    Bin mal gespannt wie es sich dann bei euch in Kiel verändert. Schade das erst jetzt etwas gemacht wird. Bleibt zu hoffen dass das Kind nicht schon in den Brunnen gefallen ist.

    Liebe Grüssle

    N☼va

    • 12. Oktober 2017 / 8:40

      Das kann ich nachvollziehen. Der Zoll fällt hier ja flach. Ich bin ebenfalls gespannt, wie sich das entwickelt.

  2. 12. Oktober 2017 / 7:01

    Andere Geschäfte wie in den Einkaufszentren rundherum, eben keine Großen. Oder hakt nicht nur. Mieten, die sich die Kleinen auch leisten können. Öfi-Verbindungen, die logistisch und preislich so attraktiv sind, dass man sie auch nutzen mag.
    Ich war vor ca. 20 Jahren mal in Kiel, wir wollten Fisch essen in der “Altstadt”. Gefunden hatten wir nur eine internationale Firma. Wir fuhren dann raus und aßen in unserem Hotel.

    • 12. Oktober 2017 / 8:42

      Fisch kann man schon in Kiel essen. Kiel ist keine tradtionelle Fischerstadt – wie beispielsweise Eckernförde, wo es direkt am Hafen mehrere Fischrestaurants gibt.

  3. 12. Oktober 2017 / 7:13

    Ein Thema für eine Doktorarbeit ;-) In der Kreisstadt hier sieht es etwas anders aus. Sie ist wesentlich hübscher, mit einer wirklich alten Altstadt und kleinen Gassen. Und trotzdem: In der Hauptsache Leerstand und Handy-Läden… Nein warte, ein privat geführtes Bekleidungsgeschäft behauptet sich tapfer. Im Prinzip ist das eine attraktive Innenstadt. Parkplätze gibt es genug, ein hübsches Schloss in der Mitte, eine nette Fußgängerzone und ein idyllischer Wochenmarkt. Und trotzdem kaufen die Menschen anderswo ein, weil ihnen das Angebot nicht reicht. Mir ja auch nicht. Also sterben immer mehr Läden, weil die Kunden ausbleiben. To be continued.
    Liebe Grüße
    Fran

    • 12. Oktober 2017 / 8:44

      Kleinere Städte haben es noch schwerer, weil die Menschen in die Großstadt fahren, wo sie vermeintlich alles bekommen. Und dort verlagert es sich immer mehr in die Einkaufszentren. Ein Fass ohne Boden…

  4. 12. Oktober 2017 / 7:29

    Ich finde es immer schade, wenn traditionelle alte Geschäfte aufgeben müssen. Bin aber auch so ehrlich und kaufe lieber günstiger ein, was eben große bekannte Marken eher anbieten. Wenn eine Innenstadt verwaist ist, haben sie meistens den zeitlichen Geist vergessen und sind dem nicht mitgegangen. Ich kenne hier nur wenige in meiner Umgebung, wenn dann eher ländlich. Das beginnt bei der Infrastruktur bis hin zum fehlendem Angebot und Abwechslung. Ich hoffe die Maßnahme hilft der Stadt
    Liebe Grüße

    • 12. Oktober 2017 / 8:45

      Das hoffe ich auch liebe Tanja ;)

  5. 12. Oktober 2017 / 7:52

    Gruselig. Ist in Harburg nicht anders. Alle Läden sind im Phönix Center und die alte schöne Fußgängerzone hat Leerstand und Billigshops. Mir fehlen inhabergeführte Läden mit Markenmix und ordentliche Schuhgeschäfte mit hochwertigem Sortiment.

    • 12. Oktober 2017 / 8:54

      Ja, absolut gruselig. Dabei liegt Hamburgs Einkaufsmeile verkehrsgünstig am Bahnhof. Anscheinend ist es für Kaufleute nicht mehr rentabel.

  6. 12. Oktober 2017 / 8:20

    Bei der Münchner Innenstadt ist jetzt nicht wirklich ans Verwaistsein zu denken. Trotzdem haben es auch hier kleine Läden schwer. Zu schwer. Weil auch hier finden sich mittlerweile nur noch die üblichen Ketten. Die sich wohl die horrenden Mieten leisten können. Es gibt keine kleinen Firmen mehr, die Kleider produzieren und keine kleinen Läden, die Vielfalt ordern. Und das Übliche bekommt man auch im Netz. LG Sunny

    • 12. Oktober 2017 / 8:49

      Hohe Mieten und Produktion im Ausland. Es ist schwer für ein kleines Geschäft, sich da zu behaupten.

  7. 12. Oktober 2017 / 8:23

    Was Innenstädte für mich attraktiv macht, ist eine Mischung zwischen Lebendigkeit, Schönheit und Flair. Lebendig= es müssen Menschen da sein, kleine Cafés zum Verweilen, ein paar nette Lokale und Restaurants, und natürlich Geschäfte, aber bunt gemischt. Schönheit= es muss nicht alles alt und erhalten sein (auch in München ist viel zerstört worden), aber es soll halt hübsch gemacht sein, also Pflanzen/Bäume etc., renovierte Häuser, Farben… und am wichtigsten Flair= eine bunte Mischung zwischen “alten” und neuen läden beispielsweise. Aber wenn’s eben nix “Altes” gibt, dann wenigstens kein Einheitsbrei… ich mag z.B. Vintageläden oder -cafés, die einfach ein anderes Angebot haben. Schade, dass die Kieler Altstadt so verwaist! Dabei ist die Lage so grandios… da sollten mal ein paar kluge Städteplaner ran!
    Liebe Grüße und danke für den interessanten Post! Maren

    • 12. Oktober 2017 / 8:50

      Ich finde das auch schade. Aber jetzt wird zumindest endlich etwas gemacht. Die Städteplaner waren schon am Werk. Ich bin gespannt, ob das Ergebnis dann so angenommen wird wie geplant.

  8. Vera
    12. Oktober 2017 / 9:24

    Hallo Sabine,
    ja in Kiel ist es schon im Moment sehr wuselig. Wir waren im September dort, insbesondere auf der Holtenauer Str..Dort gefiel es mir.
    Aber diese Baustellen im Innenstadtbereich.!Ich wäre gerne nochmal in
    den Sophienhof gegangen, aber…selbst unser Navi im Auto hat es nicht geschafft. Also sind wir wieder einmal in den CittiPark gefahren.
    Das mit den aussterbenden Innenstädten kann man selbst hier im Ruhrgebiet beobachten.In unserer Kreisstadt Recklinghausen wurde ein Einkaufscenter mitten in der Stadt gebaut, wo sich jetzt alles ballt. So stirbt auch die übrige Einkaufsstadt(Karstadt ist schon lange raus, ebenso Sinn-Leffers) aus.Es gibt dort noch kleine Gassen mit niedlichen Geschäften. Aber der Großteil der Leute geht eben in die Einkaufscenter.
    Schade eigentlich.
    Viele Grüße aus dem Ruhrpott von Vera

    • 12. Oktober 2017 / 11:12

      Da müssen wir wohl alle ein bisschen umdenken liebe Vera. Die Menschen wählen immer den bequemsten Weg ;)

  9. 12. Oktober 2017 / 10:58

    Ich finde diesen Zustand auch sehr schade. In den großen Shopping Center sind fast überall die gleichen Läden. Die hohen Mieten dort können sich kleine Boutiquen kaum leisten. Gerade die mag ich aber.
    LG Petra

    • 12. Oktober 2017 / 11:15

      Es ist wirklich schade liebe Petra. Wenn in den kleinen Läden keiner einkauft, können die sich nicht halten.

  10. Birgit
    12. Oktober 2017 / 10:59

    Liebe Sabine, dieses traurige Schicksal erleiden ganz viele kleinere Städte. Bei uns in Heidelberg ist nach wie vor die Hölle in der Innenstadt los, auch Dank der vielen Touristen. Leider ist es aber auch hier so, dass es kaum noch kleine, individuelle Geschäfte und Boutiquen gibt.
    Naja, das haben wir zu einem großen Teil dem vor einigen Jahren so gehyptem Spruch “Geiz ist geil” zu verdanken. Orsay ist halt billiger als die schnucklige Boutique nebenan. Und natürlich dem Online-Shopping. Vielleicht tritt hier aber auch bald wieder eine Trendwende ein, und die Städte werden wieder attraktiver. Ich jedenfalls habe eine Zeitlang fast nur noch Online gekauft (aus Zeitmangel und weil es so bequem ist). Mittlerweile gehe ich mal wieder in die Innenstadt zum Shoppen oder ins benachbarte Mannheim, wo man super einkaufen kann.
    LG
    Birgit
    fortyfiftyhappy.de

    • 12. Oktober 2017 / 11:17

      In Kiel ist zumindest im Sommer viel los. Ich kaufe eigentlich ganz gern in der Innenstadt ein, wenn ich dort das finde, was ich suche.

  11. Bärbel
    12. Oktober 2017 / 12:50

    Was für trostlose Bilder! Da käme ich auch nicht auf die Idee, in Kiel einzukaufen. Ich kenne Husum, Lübeck und Bad Segeberg. Da finde ich es nett und gemütlich. In einem Husumer Schuhladen zum Beispiel, hilft die Verkäuferin Dir bei der Anprobe. Sie kniet sich hin und hilft Dir in den Schuh, Dein Fuß steht auf so einem schrägen Hocker. Das habe ich das letzte Mal als Kind erlebt. Solchen Service merkt man sich und wenn ich Schuhe kaufe, dann gerne wieder dort.

    Neben den üblichen Ketten gibt es in den Städten auch kleine Textil-Läden, die ich aber nicht besuche. Das liegt aber an meiner Länge, ich weiss, dass ich da selten etwas finde und so dringend brauche ich nichts, als dass ich nicht warten könnte, bis ich mal wieder in Berlin oder Paris bin. Da verwaisen aber auch ganze Strassenzüge. Nur in der City brummt das Geschäft. Ich liebe große Käufhäuser, in denen ich (fast) alles bekomme und in denen das Personal hilfsbereit, freundlich und motiviert ist. Online erlebe ich auch zu oft Reinfälle, ich habe eine Figur, die eine Anprobe verlangt ;-).
    Liebe Grüße
    Bärbel

    • 12. Oktober 2017 / 13:37

      Anscheinend überall dasselbe Bild. Selbst große Kaufhäuser machen teilweise dicht, vor allem in etwas kleineren Städten – wie Schleswig.

  12. Gisi
    12. Oktober 2017 / 12:59

    Tja……hier in Aichach sieht es nicht anders aus….die Innenstadt wird immer leerer….dieser Anblick tut mir echt leid…aber woran liegt es?
    Nachdenkliche Grüße
    Gisi

    • 12. Oktober 2017 / 13:38

      Ich denke, es liegt auch an den Verbrauchern, die in die Eikaufszentren ausweichen oder online kaufen.

  13. 12. Oktober 2017 / 13:11

    Aber irgendwie sind wir auch selber schuld. In den Centern ist eben alles schön zusammen und für Essen & Trinken ist auch gesorgt. Man ist wetterunabhängig, bekommt immer einen Parkplatz und man kann die ganze Familie mitschleppen. Toiletten sind auch immer vorhanden.

    Als wir im Urlaub in kleinen Orten etwas shoppen waren, war das toll. Da gab es keine bekannten Ketten (ok, für Teenies echt schade), dafür aber kleine individuelle und oft liebevoll eingerichtete Läden und man konnte sich nett mit der Verkäuferin unterhalten.

    Liebe Grüße,
    Moppi

    • 12. Oktober 2017 / 13:41

      Da stimme ich Dir voll zu. In kleineren Urlaubsorten funktionieren individuelle kleine Saison-Geschäfte sicherlich besser als in Ballungsgebieten.

  14. 12. Oktober 2017 / 15:49

    Liebe Sabine,
    meine Stadt, obwohl wir die Landesgartenschau bei uns haben und die Stadt klein ist, ist auch tot. Es gibt kaum mehr individuelle Läden- nur KIK und Co. halten sich- und das ist, was die Städte unattraktiv macht. Es feht das Individuelle.
    Liebe Grüße!

    • 12. Oktober 2017 / 23:09

      Das stimmt liebe Jenny. Es muss ja einen Grund dafür geben, warum es keine individuellen Geschäfte mehr gibt. Anscheinend weiß keiner die Individualität zu schätzen…

  15. Tina von Tinaspinkfriday
    12. Oktober 2017 / 23:28

    Bei uns stehen auch Läden leer. Selbst große Kaufhäuser haben geschlossen. Ich kaufe meine Sachen hauptsächlich online, in Übergrößen einfach von nöten. Da geht es nicht vorrangig um günstig, sondern um die Auswahl. Ich gebe zu, dass ich maximal 2x pro Jahr in die Mannheimer Innenstadt gehe, weil Öffi umständlich ist und mein Auto nicht rein darf. Dürfte es rein sind da horrende Parkgebühren fällig.Manchmal sind die Städte da tatsächlich selbst schuld. Kleine private Geschäfte müssten gefördert werden. Parken kostengünstiger sein. Nach Mannheim kommen viel Leute aus dem Odenwald oder der Pfalz. Die müssen mit dem Auto kommen. Die Odenwälder bleiben dann im Rhein Neckarzentrum hängen, alles da, keine Parkgebühren.
    Ich fahre auch immer ins Rhein Neckarzentrum nach Viernheim. Da steht nix leer.
    Ich drücke die Daumen für Dein Kiel Sabine :)
    Liebe Grüße Tina

    • 13. Oktober 2017 / 8:26

      Ich kann Dich verstehen liebe Tina. Wenn man stundenlang durch die Stadt läuft und nichts findet, vergeht einem die Lust daran. Die großen Einkaufszentren tun ihr Übriges. Es ist wirklich viel bequemer und komfortabler.

  16. Elke
    13. Oktober 2017 / 8:43

    Gibt es denn den Konplott-Laden in der Dänischen Strasse noch? Ich war da vor ein paar Jahren, als der aufmachte und hab mich lange mit den netten Betreiberinnen unterhalten. (und eingekauft) Hab mich damals gewundert, dass sich in dieser etwas abgelegenen Strasse so ein großer spezieller Laden halten kann.
    LG Elke

    • 13. Oktober 2017 / 9:29

      Liebe Elke, Google sagt, dass das Geschäft als “dauerhaft geschlossen” gemeldet wurde. Auf der Ecke ist es schwierig, einen Laden zu halten. Dort ist in der Regel nicht so vies los.

  17. Sigrid
    13. Oktober 2017 / 12:11

    Hallo Sabine,
    ich wohne im Hochsauerlandkreis in NRW in einer Kleinstadt. Trotz unsere hier ansässigen Bezirksregierung, dem Amts-, und Verwatungsgericht wurde auch unsere Innenstadt lange vernachlässigt. hier gab es schon lange ein kleines einkaufszentrum in der Innenstadt und eine fussgängerzone n der historischen Altstadt. und unser sauerlandmuseum..
    allerdings meinte die verwltung alles sei toll und man brauche sich darumnichtweiter zu kümmern. Lief ja alles prima.
    Böser Fehler!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das Center wurde marode, es rgnete rein und es musste wegen Baufälligkeit geschlossen werden. die grossen Lebensmittelketten zogen auf die “grüne Wiese” prima wir sind hier von Seniorenwohnheimen und btreutem wohnen umzingelt wie bitte sollen die Bewohner da noch hin kommen. Vordrei Jahren haben sich dann mal Stadtplaner Gedanken gamcht und unsere Innenstadt mit Kreisverkehren und breiten Bürgersteigen asgestattet. Wirklih toll zum flanieren! Hilft aber bei Leerstand und einem geschossenen baufälligen center nicht wirkich viel. also gab es auch einePlanung für da Center. 4 jahre hat es gedauert!!! Das Gebäude wurde kernsaniert und mittlerweile teil eröffnet am 07.11.2017 ist die komplette Eröffnung!! Das sauerlandmuseum wird erweitert und e gibt eine Ruhrterasse mit Platz fü Konzerte.
    Jetzt hängt es von den Bürgern ab die Innenstadt wieder zu beleben!!! Denn ich kann nicht ständig meckern das die stadt nicht attraktiv genung ist und kaufe dann im Internet oder in der nächsten Großstadt!!!
    Geschäfte ,egal obgross oder kein, machen marktanalysen und da regelt die Nachfrage das Angebot

    Gruß
    Sigrid

    • 13. Oktober 2017 / 22:27

      Liebe Sigrid,
      ich drücke ganz doll die Daumen, dass diese Maßnahmen greifen. Wir müssen alle ein wenig umdenken und Angebote annehmen. Vielleicht wird es in den Innenstädten dann wieder ein bisschen lebendiger.

  18. 13. Oktober 2017 / 12:14

    Oh oh, das ist so ein Thema, da könnte man sich drin ergehen. Je nachdem von wo man blickt, kann es immer wieder anders beleuchtet sein.
    Aber um auf Deine Frage zu antworten, ja, ich mag es auch wenn es vielfältig, charmant , kundenorientiert ist, gerne auch mit vielen schönen “Ruhepausenstätten” , da bin ich auch gerne bereit paar Euro mehr zu zahlen, wenn Ambiente und Qualität stimmen.
    Bei Läden ebenso …. Stichwort Kundenfreundlichkeit usw.

    Die Preise bei Billigheimern kommen ja nicht von ungefähr. (Ausbeutung, schlechte Behandlung der Mitarbeiter usw.), aber das wollen viele ja nicht wissen. Leider sind das oft die, die den Mund am meisten aufreißen wenn es mal wieder einen neuen Leerstand gibt. So grade erlebt bei uns wieder.

    Oh je, das ist ein unerschöpfliches Thema, und so lange es kein Umdenken gibt, so lange wird sich nicht wirklich was ändern, fürchte ich.

    Trotzdem hoffen wir weiterhin alle das Beste! ;-)
    Liebgrüße, Tiger
    🐯

    • 13. Oktober 2017 / 22:28

      Ja, da kann man wirklich dabei bleiben liebe Rita. Ein gesundes Mittelmaß ist wohl das Beste. Ich zahle auch gern ein paar Euro mehr, wenn die “Chemie” stimmt ;)

  19. 13. Oktober 2017 / 20:38

    Liebe Sabine,
    das Phänomen kennen wir in Österreich leider auch. Am Stadtrand entstehen diese großen Einkaufszentren und in der Stadt selbst wird viel zu wenig getan, dass sich Händler und Gastronomie ansiedeln. Für mich hat hier die Politik versagt. Als Bürgermeister sollte man sich dem Problem annehmen.
    Ich bin gespannt was du weiter berichten wirst. Ich drücke die Daumen!
    LG Natascha

    • 13. Oktober 2017 / 22:31

      Ich bin ebenfalls gespannt liebe Natascha. Es wäre schade, wenn noch mehr Innenstädte aussterben.

  20. 15. Oktober 2017 / 14:35

    Ich glaube, es wurden schon alle Gründe genannt, die mir zum Sterben der Innenstädte einfallen. Hier in den Touristenzentren sind viele individuelle Läden. Das zieht die Kundschaft an, das ist nicht 08/15. Und das Drumherum passt. Cafés, Restaurants und die Leute sind in Urlaubsstimmung. Direkt an der Grenze zur Schweiz boomen die Städte auch, weil die Schweizer zum Einkaufen kommen.
    Aber wenn ich nach Aachen fahre, finde ich die Leerstände dort bedrückend. Die Läden kommen und machen direkt wieder zu.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • 15. Oktober 2017 / 22:13

      Das spielt natürlich ebenfalls eine große Rolle liebe Andrea. In den Touristenzentren sieht es oft anders aus.

  21. Birgit
    15. Oktober 2017 / 19:22

    Hallo Sabine,

    ich weiß, ich stehe mit meiner Sicht zum Thema Innenstädte wieder beleben allein aber ich schreibe sie Dir trotzdem mal ;)

    meiner Ansicht nach kann nichts die Entwicklung der Einkaufscentren “auf der grünen Wiese” aufhalten, die Mieten in den Innenbereichen der Städte sind enorm. Kaum ein Geschäft kann das erwirtschaften, “kleine” schon mal überhaupt nicht.

    die Innenstädte müssten als Wohngebiete attraktiv gestaltet werden, dann könnte das berühmte Cafe an der Ecke aufmachen und hätte auch eine Chance zu überleben, ebenso andere Kleinsthändler wie ein Drugstore/Kiosk.

    aber ich denke wir können uns von dem Gedanken verabschieden, dass Innenstädte nochmal die Bedeutung zum einkaufen bekommen wie in den 70/80er Jahren, das ist reine Nostalgie und schönes Wunschdenken.

    liebe Grüße, Birgit

    • 15. Oktober 2017 / 22:17

      So wie früher wird es nicht mehr liebe Birgit. Da stimme ich Dir zu. Von Nostalgie hat keiner etwas. Daher müssen die Innenstädte heute auch für Mieter attraktiv gestaltet werden. Ich befürchte nur, dass sich das “Otto-Normal-Verbraucher” nicht leisten kann. Das ist ein Fass ohne Boden.

  22. 15. Oktober 2017 / 21:03

    Ich finde es auch gerade sehr traurig hier, bin aber auch froh, dass viele Billigläden nicht mehr existieren. An sich hätte ich auch nicht unbedingt was gegen größere Marken, die man kennt, denn die locken auch Menschen in die Stadt. Aber auch gerne kleinere, indivuduelle Geschäfte wären toll :) Klappt ja in der Holtenauer auch ganz gut! Momentan ist die Innenstadt wirklich ungemütlich, aber ich hoffe es ändert sich nach den ganzen Baumanövern :) Kiel hat Potenzial und sollte es wirklich mal nutzen :/

    Liebe Grüße
    Jana von http://rosegoldelectra.wordpress.com

    • 15. Oktober 2017 / 22:18

      Das finde ich auch liebe Jana. In der Holtenauer Straße klappt es ja ganz gut. Warum nicht in der Innenstadt?

  23. 16. Oktober 2017 / 14:42

    Ich war in Kiel vor zwei Jahren. Ich nahm von da aus ein Schiff nach Oslo doch kam etwas früher um die Stadt zu besichtigen. Ich war richtig erschrocken, wie sie aussieht und konnte es nicht fassen, wie man eine Innenstadt so vernachlässigen kann. Das war ein sehr trauriger Anblick und ich habe mich gefragt womit sich die Regierung der Stadt so täglich beschäftigt.

    • 16. Oktober 2017 / 16:07

      Genau das meine ich liebe Joanna. Du bist ja nicht der einzige Tourist. Danke für Dein Feedback ;)

  24. 16. Oktober 2017 / 21:41

    Was macht eine attraktive Innenstadt aus? Für mich auf jeden Fall die Architektur, ein charmantes Flair, Ambiente, schöne Bänke draußen, viel Grün, Cafés und viele individuelle Läden!
    Die viele Shopping-Center machen die Läden in der Innenstadt kaputt, leider!
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • 18. Oktober 2017 / 21:33

      Das stimmt liebe Claudia. Anscheinend ist das der Trend. Die Innenstädte sind leider oft kahl und unfreundlich. Da hält man sich nicht so gern auf wie im Shopping-Center.

  25. 17. Oktober 2017 / 19:56

    Bei uns (in einer Kleinstadt) ist es noch viel schlimmer, wenn du mal 3-4 Wochen nicht in der Stadtmitte warst findest du dann garantiert 2-3 neue Läden, die dann wiederum nur kurz zu finden sind. Finde ich schon traurig denn mal eben 60 km einfach um bis nach Nürnberg zu fahren um “richtig” shoppen zu gehen hab ich auch keine Lust. Egal wo man wohnt, ich denke der online-Handel hat da schon mit zu tun
    LG

    • 17. Oktober 2017 / 21:56

      Das auf jeden Fall liebe Christa. Bei den Dumpingpreisen im Onlinehandel können die kleinen Geschäfte oft nicht mithalten.

  26. Bluhnah
    22. Oktober 2017 / 9:36

    Die Fußgängerzone in Ludwigshafen ist ausgestorben, nur 1 €-Läden, Handyläden etc. Ein kleines Einkaufscenter steht bereits leer und die neu erbaute Rhein-Gallerie ist auch nicht gerade überfüllt (außer beim Fielmann ;-))

    • 22. Oktober 2017 / 10:54

      Das hört sich richtig traurig an :(


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