Das kennen sicherlich viele Blogger oder Website-Betreiber von WordPress. Ein falscher Handgriff, und schon ist der gesamte Blog lahm gelegt. Nichts geht mehr. Das Problem dabei: Auch der Zugriff auf das Dashboard ist dann nicht mehr möglich. So saß ich also eines Abends am PC, um mein WordPress nach überflüssigen Plugins zu durchsuchen. Schwupps, ein falscher Klick. Das war’s. Kein Zugriff mehr auf den Blog. Was war passiert?

Für die SSL-Verschlüsselung benutze ich das Plugin Really Simple SSL. Wie man den Blog auf https umstellt, habe ich bereits beschrieben.

Ich wollte eigentlich ein anderes Plugin deaktivieren, doch ich setzte den Haken beim Plugin Really Simple SSL und deaktivierte es. Nachdem ich meinen Fehler bemerkte wurde das Plugin sofort wieder aktiviert. Nun wurde ich per Nachricht aufgefordert, SSL zu aktivieren, was eigentlich schon geschehen war. Das hätte ich mal lieber nicht gemacht.

Nach der Bestätigung erschien folgende Fehlermeldung:

“Fatal error: Call to undefined function wp() in /home/www/wordpress/wp-blog-header.php on line 16”.

Der Support von meinem Webhoster ist leider nicht rund um die Uhr erreichbar. Und natürlich passierte das Malheur außerhalb der Servicezeiten. Da hieß es abwarten und Tee trinken. In diesem Fall habe ich mir ein Glas Rotwein gegönnt und eine Anfrage über das Kontaktformular gesendet.

Komischerweise war ich ganz ruhig. Ist ja nur ein Blog oder eine Webseite. Der Hoster wird’s schon richten. Ist ja nicht das erste Mal, dass Sabine ihren Blog kaputt macht.

Bei Blogger passiert das nicht so schnell. Selbst wenn Du Dir Deine Vorlage “zerschießt”. Dann erstellst Du Dir einfach eine neue.

Nichts desto trotz wollte ich endlich meinen Blog wieder haben. Ohne bin ich nur ein halber Mensch. Ist so. Dagegen komme ich nicht an.

Nachdem ich am nächsten Tag mehr oder weniger phlegmatisch meine Arbeit im Büro erledigt habe – ohne mich ablenken zu lassen – rief ich am Nachmittag die Hotline des Webhosters an.  Mir wurde zuvor mitgeteilt, dass die wp-config.php komplett leer sei.

Ich bekam eine Anleitung an die Hand. Es gibt auf dem Server eine wp-config-sample.php Datei. Diese Datei ist eine Vorlage. Der gesamte Inhalt muss in die wp-config.php kopiert werden. Anschließend werden folgende Inhalte ergänzt:

define('DB_NAME', 'datenbankname_hier_einfuegen');
define('DB_USER', 'benutzername_hier_einfuegen');
define('DB_PASSWORD', 'passwort_hier_einfuegen');
define('DB_HOST', 'localhost');

define('AUTH_KEY',         'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('SECURE_AUTH_KEY',  'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('LOGGED_IN_KEY',    'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('NONCE_KEY',        'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('AUTH_SALT',        'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('SECURE_AUTH_SALT', 'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('LOGGED_IN_SALT',   'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('NONCE_SALT',       'Füge hier deine Zeichenkette ein');

(vorzunehmende Änderungen wurden rot markiert)

Die Änderungen sind ohne den Hostanbieter nicht möglich. Die Adresse vom “localhost” kennst Du normalerweise nicht.

Wofür werden die Auth Keys benötigt?

Diese Schlüssel sind notwendig, um die Kennwortdatei auf dem Server des Hostanbieters zu schützen (s. auch die Erläuterungen auf Wikipedia).

Die Datei dafür kannst Du HIER generieren.

Ein WordPress Backup ist unumgänglich

Es ist schon ein beklemmendes Gefühl, wenn man plötzlich keinen Zugriff mehr auf seinen Blog hat. Man fühlt sich wie ein halber Mensch. Daher ist es wichtig, regelmäßig ein Backup durchzuführen. Leider hatte ich es bisher versäumt, das Backup auch für die Datenbank durchzuführen. Ansonsten hätte ich den Zustand wiederherstellen können, ohne diese komplizierten Einstellungen in der Datenbank vorzunehmen.

So ist mein Post von gestern etwas untergegangen.

Ich bin froh, dass ich mithilfe des Supports vom Webhoster meinen Blog wieder zum Laufen gebracht habe. Aus Fehlern wird man klug. Hoffentlich!

Eine Info am Rande: Mein Webhoster ist webgoein Anbieter aus Hamburg.

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