Nach der intensiven Farbberatung am Vortag ging es bei Veronika Wimmer in dem Atelier ImagoBerlin 1)am nächsten Tag darum, den ganz persönlichen Stil zu finden. Ich schnappte mir also meinen Koffer mit einigen Outfits, die ich dabei hatte.

Für die Stilfindung braucht man ca. 3,5 bis 4,5 Stunden.

UMFANG

  • Materialqualitäten
  • Musterarten
  • Stilrichtung(en), Stilfacette(n)
  • Schnittformen
  • Farbverteilung
  • Schmuck, Accessoires
  • Brille, Frisur, ggf. Bart
  • Ausschnitt und Kragenform
  • konkrete Umsetzung
  • Vorher – Nachher
  • Stärken, Inspirationen, Galionsfiguren
  • Auf Wunsch: Individueller Stilpass

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“Ausstrahlung zieht an”

sagt Veronika Wimmer. Das stimmt. Es gibt Menschen, die sind einfach immer gut angezogen. Sie haben Stil. Aber was ist Stil eigentlich?

“Die eigene Persönlichkeit zum Tragen zu bringen, persönliche Stärken auszudrücken, sich im eigenen Körper wirklich zu hause zu fühlen: Kleidung als zweite Haut kann und sollte all dies ans Licht rufen.”

Schon oft begegnete ich Menschen und hatte sofort diesen Aha-Moment. Wenn Farben, Proportionen und Muster stimmen. Das funktioniert. Solche Menschen strahlen eine enorme Harmonie aus und haben Charisma. Meistens nicht nur durch ihre Kleidung.

Es geht auch anders herum. Ich selbst merke es am besten, wenn ich mir Outfit-Bilder von mir ansehe. Selbst im Spiegel lässt sich nicht sofort erkennen, ob ein Outfit gut aussieht oder nicht. Dann bin ich ganz erstaunt. Es muss nur ein unstimmiges Teil dabei sein, welches das komplette Outfit aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Einen schönen Beitrag zu dem Thema falsches Outfit findest Du übrigens bei Love T. Obwohl ihr ihre Outfits immer mag. Sie hat wirklich ein Händchen dafür.

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Mithilfe von unzähligen Stoffen, Materialien und Mustern lässt sich das persönliche Stilprofil feststellen. Dafür verwendet Veronika Wimmer mit ihrem Team 42 verschiedene Stilrichtungen.

Genau beschrieben sind diese in dem Buch von Veronika Wimmer “Mein schönstes Ich“. Das Buch stellte ich in meinem ersten Beitrag bereits vor.

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Kenne ich meinen eigenen Stil?

Ich habe während der Beratung festgestellt, dass ich instinktiv vieles richtig gemacht habe und zu den passenden Farben und Materialien greife. Auch wenn ich immer noch damit hadere, dass mir Rot nicht steht. Von dieser Farbe werde ich mich wohl nicht trennen. Liebe Veronika, ich kann nicht anders. Ich brauche Rot für meinen Seelenfrieden, sonst gehe ich ein wie eine Primel 😀

Auch was Muster betrifft, bin ich ziemlich stilsicher.

Welche Stoffe und Materialien stehen mir?

Mir stehen glatte, leicht glänzende oder schimmernde Materialien am besten.

Feine Seide funktioniert nicht, Naturseide dagegen gut.

Leder muss ebenfalls fein verarbeitet sein. Am besten steht mir Nappaleder.

Grobstrick sieht nicht so schön aus. Feinstrick sieht gut aus – siehe Schrankmonster.

Ähnlich verhält es sich mit Cord oder Samt. Feiner edler Samt steht mir wunderbar.

Leinen wirkt für mich zu knittrig (mochte ich auch noch nie)

Baumwolle muss fein gekämmt und glatt sein.

Feiner glatter Anzugstoff passt wunderbar zu meinem Stil.

Was gar nicht geht, sind alle Materialien mit Struktur. Steppjacken funktionieren nur, wenn sie glatt und seidig sind.

Welche Muster stehen mir?

Streifen gehen gut, wenn sie nicht zu schmal sind (Ein Ringelshirt funktioniert trotzdem). Mir stehen Karos, wenn sie nicht zu klein sind. Am besten Schachbrettmuster, sowohl gerade als auch schräg angeordnet.

Ein Hahnentrittmuster wirkt nur, wenn es groß ist, ebenfalls gern schräg.

Bin ich etwa eine schräge Type? Kommt hin oder?

Kleine Muster stehen mir nicht – zum Beispiel viele kleine Blumen oder andere Elemente. Gut dagegen wirkt eine große Blume oder ein großer Schuh auf einem Shirt.

Wichtig sind für mich Kontraste, und zwar extreme wie Schwarz und Weiß. Dabei stehen die dunkleren Farben im Vordergrund und werden durch hellere Farben ergänzt. Vor allem brauche ich Hingucker. Das kommt mir ganz gelegen, denn ich mag solche Extreme.

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Hier geht es nicht um die Farben, sondern um das Muster – speziell Karo bzw. Schachbrett. Wie wirkt es am besten? Gerade oder schräg verlaufend – oder geht beides?

Welcher Stil steht mir am besten – oder gibt es mehrere?

Eines steht mal fest: ich bin kein Jeanstyp. Das wusste ich bereits selbst, aber ich mag diese bequemen Jeans gern tragen und werde es sicherlich weiterhin tun, aber nicht mehr so sportlich wie bisher.

Was ich längst vergessen hatte: Ende der 90 er Jahre trug ich so gut wie überhaupt keine Jeans. Sie waren nämlich eine Zeit lang aus der Mode. Stattdessen mochte ich Stoffhosen, Nadelstreifen und Anzüge. Gern eine Bluse mit Schlips und alles was androgyn ist.

Das mag ich heute noch, und gerade dieser Stil ist wie für mich gemacht. Etwas Dandy oder 50 er und 60 er Jahre like, aber immer die männliche Variante. Es darf gern auffällig sein.

Meine schwarze Brille ist wie für mich gemacht, ebenso meine Sonnenbrille. Die Kurzhaar-Frisur ist ebenfalls ideal.

Zu mir passen mehrere Stile:

50 er und 60 er Jahre mit Witz (Kernthemen)

Popart

Comic

Dandy

alles Androgyne

Klassisch

  • immer gepaart mit etwas Witz.

 

Welche Körperteile sollte ich betonen?

Ich habe eine typische Sanduhr-Figur oder auch eine X-Figur. Hier darf gern die Taille betont werden, selbst wenn man nicht das Idealgewicht hat. Das wusste ich glücklicherweise schon immer. Es kommt mir ebenfalls sehr gelegen.

Ich bin ein Hosentyp. Jetzt ist es amtlich, und ich muss mir nicht mehr so viele Gedanken darüber machen, warum ich nicht so gerne Röcke oder Kleider trage. Die Proportionen stimmen mit einer Hose einfach besser. Mir stehen auch keine knöchellangen Hosen oder Caprihosen.

Am besten gehen schmal geschnittene Stoffhosen mit einem längeren figurbetonten Oberteil – mochte ich auch schon immer gern tragen.

Auch meine weiten figurbetonten Hosen stehen mir gut. Lederjacken aus Nappaleder habe ich bereits und Blazer aus feinem Stoff oder einen Gehrock.

Betonen kann ich meinen Hals, mein Gesicht und meine Ohren. Von daher bin ich froh, dass ich eine Möglichkeit gefunden habe, meine selbst hergestellten Ketten wieder zu tragen.

Muster passen am besten an Oberteilen und dürfen gern den Busen betonen. Der große Schmetterling auf meinem T-Shirt ist daher ideal.

Ich habe viele Sachen in meinem Kleiderschrank, die hervorragend zu mir passen. Von daher bin ich schon ziemlich gut ausgestattet.

Es gibt dennoch einiges zu entdecken und es gab jede Menge Anregungen für mich.

Der Besuch in Berlin bei Veronika Wimmer war sehr inspirierend. Ich habe so viele Erkenntnisse mitgenommen und kann jedem, der sich unsicher ist was ihm steht, einen Besuch im Atelier ImagoBerlin nur empfehlen.

Am Ende der beiden intensiven Tagen waren wir beide ziemlich platt.

Im Anschluss daran habe ich mir in Berlin ein Paar Schuhe gekauft – hier ein Handyfoto davon. Es ist zwar ein Farbton darin enthalten, der nicht meiner Palette entspricht. Das stört mich in diesem Fall gar nicht. Es sind nämlich typische 50 er Jahre Rockabilly Schuhe im männlichen Stil, in die ich mich sofort verschossen habe.

Die Schuhe sind von CS Design in Berlin Friedrichstraße in einem kleinen Einkaufcenter (im Untergeschoss). Den Laden hatte ich zufällig entdeckt. Du findest ihn nicht online.

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Bisher war ich noch nicht groß shoppen. Ich hatte keine Zeit. Das werde ich demnächst nachholen. Immer eins nach dem anderen. Man muss ja nichts überstürzen. Ich werde mir jetzt nicht Massen an Klamotten kaufen.

Ein persönlicher Stilpass wurde für mich ebenfalls angefertigt. Dieser ist aus festem Karton (21 Kärtchen plus Abdeck-Kärtchen und Impressum auf Spirale) gebunden. Er wird auf Wunsch hergestellt. Ansonsten erhält man diesen Stilpass als PDF-Datei bzw. ausgedruckt.

Hier siehst Du einige Auszüge aus meinem ganz persönlichen Stilpass. Es ist tatsächlich nur ein Bruchteil des Inhalts mit vielen wertvollen Tipps.

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1)Danke liebe Veronika für die Einladung nach Berlin in das Atelier ImagoBerlin.

Siehe auch

Teil 1 Mein schönstes Ich mit Veronika Wimmer

Teil 2 Mein schönstes Ich mit Veronika Wimmer – meine ganz persönlichen Farben

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