Früher dachte ich, dass Influencer eine neue Art von Grippeviren ist. Also eine neue Art Influenza. Aber das stimmt gar nicht.

Ich hoffe doch nicht, dass Du zu den Unglücklichen gehörst, die sich mit Influenzaviren infiziert haben. Darum geht es in diesem Beitrag nicht. Es geht um Influencer. Oder um solche, die es werden wollen oder auch nicht. Es geht um den bekloppten Social-Media-Wahn. Um Leute, die sich dadurch verrückt machen lassen und anscheinend an gar nichts anderes mehr denken können.

Schon einmal sinnierte ich darüber, dass Social Media überbewertet wird und dass Followerzahlen nichts über die wahren Besucherzahlen eines Blogs aussagen.

Meine Meinung darüber hat sich nicht geändert. Im Gegenteil. Je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr festigt sie sich.

Was ist ein Influencer?

Influencer (von engl. to influence: beeinflussen) ist ein um 2007 entstandener Begriff für eine Person, die aufgrund ihrer starken Präsenz und hohen Ansehens in den sozialen Netzwerken eines kommerzialisierten Internets für Werbung und Vermarktung in Frage kommt (Influencer-Marketing).”

Quelle: Wikipedia

Neulich las ich einen amüsanten Blogbeitrag über Influencer bei Susi alias Texterelladie festgestellt hat: “Hilfe, ich bin kein Influencer!” Tröste Dich liebe Susi, das bin ich auch nicht. Ich weiß gar nicht, ob ich das werden will. Mir geht es vor allen Dingen um den Spaß an der Freud. Um den Spaß am Bloggen.

Neugierig wie ich bin, las ich mir den Artikel in der Zeit “Die Gier nach Likes und Followern” durch.

Jetzt habe ich endlich des Rätsels Lösung.

Ich bin nicht einmal ein Micro Influencer auf Instagram. Ups! Dafür braucht man nämlich mindestens 10.000 Follower. Echt? Echt. Das wird wohl nix mehr in diesem Leben 🙁 . Ich sehe Instagram immer noch als Plattform für Schnappschüsse vom Handy. Obwohl ich Bilder vom PC auf die SD-Karte ins Handy hochlade und die Fotos übers Handy teile. Bilder, die mit einer  guten Kamera aufgenommen werden, sehen einfach besser aus. Muss ich schon zugeben.

Außerdem habe ich ein Problem. Ich kann nicht kochen. Demnach gibt es keine schicken Foodbilder. Die Wohnung sieht meistens aus – naja – reden wir nicht drüber. Zwei kleine Katzen können ordentlich Blödsinn machen. Da sieht es nicht immer aus wie geleckt.

Und ich mag das Aufgesetzte nicht. Finde das gar nicht authentisch. Mag sein, dass Firmen darauf abfahren und echte Influencer sich vor lauter Kooperationsanfragen kaum noch retten können. Das geht eine Zeit lang gut. Irgendwann wird die Bombe platzen. Davon bin ich fest überzeugt. Weil der Markt übersättigt ist. Weil keiner Influenzern mit über 100.000 Followern abnimmt, dass getostetes Pressfleisch gerade hype ist und dass man es unbedingt haben MUSS – whatever!

Früher hatten wir dafür einen guten Spruch:

“Verarschen kann ich mich selbst!”

Nein, ich werde mir weiterhin keine Follower auf Instagram kaufen. Die Zahl schwankt manchmal recht stark. Manche entfolgen mir schnell, wenn ich dem Profil nicht selbst folge. Andere klicken auf “Entfolgen”, sobald ich das Profil like. Das kriege ich aber ganz schnell raus. Auf solche Spielchen habe ich absolut keine Lust. Da spiele ich nicht mit.

Der Blog – das Medium Nummer 1

Ich freue mich auf ECHTE Follower und auf den Austausch auf Instagram, Facebook, Twitter – vor allem auf dem Blog. Das ist mir das wichtigste Medium von allen.

Von daher sehe ich dem Ganzen recht gelassen entgegen und lasse mich vom Influencervirus nicht anstecken.

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