Es ist viertel vor fünf am Nachmittag. Ich denke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um noch schnell das aktuelle Outfit zu fotografieren. Der Lippenstift wird nachgezogen – ein etwas blasserer, damit die verrutschten Konturen nicht so auffallen. Meine Küche sieht aus wie Sau. Daher wird umdekoriert und die künstlichen Pflanzen in den Vordergrund gerückt. Sieht immerhin besser aus als Putzlappen und Spüli.

Der restliche Krempel wird zur Seite geräumt – außerhalb des Blickfeldes der Kamera. Doch, das kann ich so lassen. Jetzt noch das richtige Licht mittels einer Tageslichtlampe – und die Kulisse ist perfekt.

Ich stehe in der Küche an der Spüle. Die ist nicht zu sehen, weil mein Körper sie verdeckt. Gut so! Mein heutiges Outfit besteht aus vier Teilen:

Ich würde das schon als “Layering-Look” bezeichnen, obwohl die Oberteile nur aus zwei “Elementen” bestehen. Das Shirt hat lange Ärmel und ist länger als die geknotete Bluse. Die Ärmel der Bluse sind gekrempelt. Die Ärmel des Shirts schauen darunter hervor. Abends trug ich zusätzlich eine schwarze Daunenweste darüber. Das ist eher ein Zwiebellook. Mir war nämlich kalt.

Elwood – der Heini – musste mal wieder mit aufs Foto. Ist er nicht groß geworden, der kleine Racker?

Lagenlook oder Zwiebellook?

Die Begrifflichkeiten sind nirgends richtig definiert. Beim Lagenlook geht es darum, mehrere Kleidungsstücke übereinander harmonisch zu kombinieren. Das ergibt dann ein komplettes Outfit.

Der Zwiebellook ist eigentlich nichts anderes. Es hat sich allerdings eingebürgert, dass man als Zwiebellook mehrere wärmende Kleidungsschichten in der Überganszeit verwendet, um bei Temperaturunterschieden entweder ein Teil zu entfernen oder ein zusätzliches Teil anzuziehen.

Wem das zu kompliziert ist, der trägt es einfach nach Lust und Laune.Es gibt keine Normen.

Dir gefällt das? Beitrag teilenShare on FacebookShare on Google+Tweet about this on Twitter